Viva Italia (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mario Monicelli |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-12-15 |
| TMDB-Bewertung | 7 (235 Stimmen) |
Worum es geht
Statt einer durchgehenden Handlung reiht "Viva Italia" zwölf kurze Episoden aneinander, die jeweils für sich stehen. Da geht es um einen Autostopper, der in eine unangenehme Situation gerät, um die Entführung eines geliebten Menschen, um einen erwachsenen Sohn, der sich nicht von seiner Mutter lösen kann, um einen vorbildlichen Bürger, dessen Vorbildlichkeit sich als fragwürdig erweist, und um eine Trauerrede, die mehr über die Lebenden verrät als über die Verstorbenen. Die einzelnen Geschichten sind bitter, oft sarkastisch zugespitzt und zeigen Figuren, die an Kleinlichkeit, Eigennutz oder gesellschaftlichen Zwängen scheitern. Ein roter Faden verbindet sie nicht in einer Erzählung, sondern in einem Blick auf das italienische Alltagsleben jener Zeit, der wenig Nachsicht kennt.
Entstehungsgeschichte
Der Episodenfilm entstand 1977 unter der Regie von Mario Monicelli, der auch für einzelne der zwölf Sketche verantwortlich zeichnete. Neben ihm führten Ettore Scola und Dino Risi bei weiteren Episoden Regie, sodass drei unterschiedliche Handschriften den Film prägen. In den wechselnden Rollen treten Alberto Sordi, Vittorio Gassman, Ugo Tognazzi und Ornella Muti auf, die durch die einzelnen Geschichten hindurch verschiedene Figuren verkörpern.
Hinter den Kulissen
Dass drei Regisseure zwölf Episoden untereinander aufteilen, macht "Viva Italia" zu einer Art Sammelbecken unterschiedlicher Erzählweisen innerhalb eines gemeinsamen Themas. Die Komödie dient hier nicht der leichten Unterhaltung, sondern als Werkzeug für einen schärferen, bissigen Blick auf gesellschaftliche Verhaltensweisen: Der Titel "The New Monsters" deutet an, dass es um Figuren geht, deren Fehler und Schwächen ins Groteske überzeichnet werden. Die Kürze der einzelnen Episoden erlaubt es, viele verschiedene Milieus und Charaktertypen durchzuspielen, ohne sie in eine einzige Erzählung zwingen zu müssen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer im Netz noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 1977 beträgt inzwischen 48 Jahre, was den Film als Zeitzeugnis einer bestimmten italienischen Komödientradition erscheinen lässt, die auf mehrere Autorenstimmen setzte statt auf eine einzelne Erzählperspektive. Innerhalb des Genres steht er für eine Form der Gesellschaftssatire, die auf Episodenstruktur statt auf geschlossene Handlung setzt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Alberto Sordi als il principe/il figlio/l'attore
- Vittorio Gassman als il cardinale/il cameriere/il marito/il commissario/il padre di famiglia
- Ugo Tognazzi als il marito/il cuoco/il figlio
- Ornella Muti als l'autostoppista/la hostess
- Eros Pagni als L'automobilista
- Aiche Nana als La principessa Altoprati
- Luigi Diberti als Il prete contestatore
- Paolo Baroni als il pretino
- Margherita Horowitz als Una borgatara
- Yorgo Voyagis als Il terrorista
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Verfügbarkeit
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