Die unglaublichen Abenteuer des hochwohllöblichen Ritters Branca Leone (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mario Monicelli |
|---|---|
| Genre | Komödie, Abenteuer |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-04-07 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 1.314.230 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (411 Stimmen) |
Worum es geht
Am Anfang steht ein Diebstahl. Drei Strauchdiebe nehmen einem Ritter, den sie für tot halten, eine Urkunde ab und reichen sie an Brancaleone weiter. Das Papier hat es in sich: Wer es besitzt, dem gehört das Lehensgut Aurocastro. Brancaleone zögert nicht lange, stellt sich an die Spitze der kleinen Diebesbande und bricht auf, um seinen neuen Besitz in Empfang zu nehmen.
Der Weg dorthin wird zu einer Kette gefährlicher und tollkühner Abenteuer, und mehr als einmal kostet es Brancaleone beinahe das Leben. Unterwegs kreuzen schöne Frauen seinen Pfad, und die Schar derer, die ihm folgen und ihn bewundern, wächst unaufhörlich. Ob das ersehnte Gut am Ende hält, was die Urkunde verspricht, entscheidet sich erst, als der Zug sein Ziel erreicht.
Entstehungsgeschichte
Mario Monicelli inszenierte die Komödie aus dem Jahr 1966, die international auch als „For Love and Gold“ bekannt ist. Vor der Kamera stehen Vittorio Gassman, Catherine Spaak, Folco Lulli und Gian Maria Volonté. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Schon der ausladende deutsche Titel mit seinem „hochwohllöblichen Ritter“ kündigt an, in welchem Ton die Geschichte erzählt wird: feierlich im Wortlaut, spöttisch in der Sache.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Komödie und Abenteuer und siedelt beides im Mittelalter an, genauer in Italien, mit Apulien als Region. Ritter, Kavallerie und ein Lehensgut gehören zum klassischen Inventar des Ritterstoffs. Hier aber gründet der Anspruch des Helden auf einer gestohlenen Urkunde, und sein Gefolge besteht aus Strauchdieben. Das heroische Muster bleibt erkennbar, wird aber von innen heraus unterlaufen.
Dazu kommt ein deutlich dunklerer Hintergrund. Die Ausbreitung einer Seuche gehört ebenso zur Welt des Films wie die Gefahren der Landstraße. Die Komik entsteht damit nicht in einer heilen Kulisse, sondern vor einer Zeit, in der Krankheit und Gewalt allgegenwärtig sind.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 7,7 von 10 Punkten steht der Film ausgesprochen gut da. Die Wertung beruht auf einigen hundert Stimmen, genug für ein klares Bild. Seit dem Erscheinen sind 60 Jahre vergangen, und die Zustimmung bleibt dennoch hoch. Innerhalb der Abenteuerkomödie besetzt der Film mit seinem mittelalterlichen Schauplatz und seinem fragwürdigen Helden eine markante Nische.
Bilder








Besetzung & Stab
- Vittorio Gassman als Brancaleone da Norcia
- Catherine Spaak als Matelda
- Folco Lulli als Pecoro
- Gian Maria Volonté als Teofilatto dei Leonzi
- Maria Grazia Buccella als Vedova
- Barbara Steele als Teodora
- Enrico Maria Salerno als Zenone
- Carlo Pisacane als Abacuc
- Ugo Fangareggi als Mangoldo
- Gianluigi Crescenzi als Taccone
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Verfügbarkeit
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