Verführung auf Italienisch (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pietro Germi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-01-30 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (178 Stimmen) |
Worum es geht
In einer kleinen sizilianischen Stadt lebt Agnese Ascalone, Tochter des angesehenen Minenbesitzers Vincenzo Ascalone, in einem Umfeld, in dem Ehre und Ansehen der Familie über allem stehen. Als sie sich auf eine Affäre mit Peppino einlässt, dem Verlobten ihrer eigenen Schwester Matilde, gerät dieses Gefüge ins Wanken. Agnese versucht, ihre Schuld im Verborgenen zu bewältigen und Buße zu tun, doch das Geheimnis bleibt nicht lange gewahrt: Ihre Eltern kommen der Sache auf die Spur, und aus einer privaten Verfehlung wird eine Angelegenheit, die die ganze Familie betrifft.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1964 unter der Regie von Pietro Germi. In den Hauptrollen sind Stefania Sandrelli, Saro Urzì, Aldo Puglisi und Lando Buzzanca zu sehen. Es handelt sich um eine Komödie mit dramatischen Zügen, angesiedelt im sizilianischen Kleinstadtmilieu.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Komödie und Drama deutet darauf hin, dass der Stoff mit doppeltem Blick erzählt wird: Die starren Ehrvorstellungen einer Gemeinschaft werden zugleich ernst genommen und ironisch gebrochen. Dass die Geschichte um eine Tochter aus gutem Hause, ihren Vater als Respektsperson und eine Verlobung kreist, verweist auf ein Figurenarrangement, in dem private Gefühle unweigerlich mit gesellschaftlichen Erwartungen kollidieren. Die Besetzung mit Sandrelli in der Rolle der Agnese und Urzì als Vater legt nahe, dass der Konflikt zwischen den Generationen und Geschlechterrollen im Zentrum steht, während Puglisi und Buzzanca das männliche Umfeld abbilden, das über Agneses Schicksal mitentscheidet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den Titeln, die bei einem kleineren, aber überdurchschnittlich zufriedenen Publikum bekannt sind. Seit seiner Entstehung 1964 sind mehr als sechzig Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Filmgeschichte der italienischen Nachkriegskomödie einordnet, in der gesellschaftskritische Themen häufig über zugespitzte, tragikomische Familienkonstellationen verhandelt wurden. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama nimmt er damit eine Position ein, die eher auf feine Beobachtung sozialer Zwänge als auf reine Unterhaltung zielt.
Bilder


Besetzung & Stab
- Stefania Sandrelli als Agnese Ascalone
- Saro Urzì als Don Vincenzo Ascalone
- Aldo Puglisi als Peppino Califano
- Lando Buzzanca als Antonio Ascalone
- Lola Braccini als Amalia Califano
- Leopoldo Trieste als Barone Rizieri
- Umberto Spadaro als il cugino di Ascalone
- Paola Biggio als Matilde Ascalone
- Rocco D'Assunta als Orlando Califano
- Salvatore Fazio als Don Mariano
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Verfügbarkeit
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