Valerie - Eine Woche voller Wunder (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jaromil Jireš |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Abenteuer, Drama |
| Laufzeit | 73 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-10-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (322 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Valerie ist eine Jugendliche in der Tschechoslowakei, die bei ihrer Großmutter lebt. Sie steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, doch diese Veränderung rückt bald in den Hintergrund. Entscheidender ist, was geschieht, als sie ein Paar magischer Ohrringe anlegt: Von da an erscheint ihr die Welt in einem anderen Licht.
Valerie muss ihr sexuelles Erwachen durchleben und zugleich versuchen, Wirklichkeit und Fantasie auseinanderzuhalten. Auf ihrem Weg begegnet sie dem lüsternen Priester Gracian, einem vampirhaften Fremden und Gauklern, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Was davon real ist und was nur in ihrer Wahrnehmung existiert, bildet die zentrale Unsicherheit dieser Geschichte.
Entstehungsgeschichte
Jaromil Jireš hat den Film inszeniert, der 1970 erschien. Zur Besetzung gehören Jaroslava Schallerová, Helena Anýžová, Petr Kopřiva und Jiří Prýmek. Die Freigabe ab 16 Jahren trägt dem Umstand Rechnung, dass die Geschichte Sexualität, Begierde und bedrohliche Gestalten in den Mittelpunkt rückt.
Hinter den Kulissen
Fantasy, Abenteuer und Drama bilden eine ungewöhnliche Verbindung. Die Fantasy liefert die magischen Ohrringe und die übernatürlichen Figuren, das Abenteuer die Folge von Begegnungen, die Valerie durchlaufen muss. Das Drama wiederum liegt im inneren Vorgang, im Übergang von der Kindheit zur Frau, der sich in den äußeren Ereignissen spiegelt.
Die Erzählung arbeitet mit einer bewusst unsicheren Wahrnehmung. Wenn die Heldin selbst nicht weiß, was wirklich ist, entsteht eine Traumlogik, in der Figuren wie der Priester oder der vampirhafte Fremde zugleich als reale Bedrohung und als Verkörperung von Ängsten und Begierden lesbar sind. Die Gaukler verstärken diesen Eindruck einer Welt, in der Alltag und Märchen ineinanderfließen. Ein solcher Stoff verlangt eine nüchterne Betrachtung, da er das Erwachsenwerden einer Jugendlichen mit den Begierden erwachsener Figuren verknüpft.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 7,0 von 10 Punkten erzielt der Film einen klar positiven Wert. Er beruht auf einigen hundert Stimmen, also auf einer überschaubaren Gruppe, die dem Film aber mehrheitlich zugetan ist.
Zwischen dem Erscheinen und heute liegen 56 Jahre. Im Fantasy-Bereich hebt sich der Film durch seine traumartige, mehrdeutige Anlage von geradlinigen Märchen ab. Er erzählt weniger von einer äußeren Heldenreise als von einer inneren Verwandlung, deren Stationen als fantastische Begegnungen erscheinen, und steht damit an einer Nahtstelle zwischen Fantasy und Coming-of-Age-Drama.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jaroslava Schallerová als Valerie
- Helena Anýžová als Grandmother / Elsa / Mother / Redhead
- Petr Kopřiva als Orlík
- Jiří Prýmek als Tchoř-Constable
- Jan Klusák als Gracián
- Libuše Komancová als Handmaid in Training
- Karel Engel als Coachman Ondřej
- Alena Stojáková als Hedvika
- Otto Hradecký als Landlord
- Martin Wielgus als Tchoř-Father
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