Tokio in der Dämmerung (1957)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yasujirō Ozu |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 141 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1957-04-30 |
| Einspielergebnis | 4.461 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (160 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Schwestern, aufgewachsen ohne Mutter, die die Familie einst verließ, kehren in unterschiedlicher Weise zum Vaterhaus zurück. Takako, die ältere, verlässt nach einem Streit mit ihrem trinkenden Mann ihre eigene Ehe und zieht wieder bei ihrem Vater ein, einem angesehenen Geschäftsmann. Dort lebt bereits ihre jüngere Schwester Akiko, die sich nach etwas anderem sehnt als dem Leben, das ihr bislang zugefallen ist. Der Vater, der die beiden Töchter jahrelang allein großgezogen hat, beginnt erst jetzt zu erkennen, wie unglücklich seine Kinder tatsächlich sind. Die Geschichte entfaltet sich als familiäres Kammerspiel, in dem alte Wunden und neue Enttäuschungen nebeneinanderstehen, ohne dass die Erzählung ihre Auflösung vorwegnimmt.
Entstehungsgeschichte
"Tokio in der Dämmerung" entstand 1957 unter der Regie von Yasujirō Ozu. In den Hauptrollen sind Setsuko Hara, 有馬稲子, Ryū Chishū und Isuzu Yamada zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich auf eine Familie, deren Zusammenhalt durch das frühe Verschwinden der Mutter dauerhaft beschädigt wurde. Dass sich die Handlung auf zwei erwachsene Schwestern und ihren Vater richtet, verweist auf ein Interesse an den langfristigen Folgen familiärer Brüche, nicht an einem einzelnen dramatischen Ereignis. Die Konstellation aus einer gescheiterten Ehe, einer unerfüllten jüngeren Schwester und einem Vater, der seine eigene Rolle erst spät hinterfragt, deutet auf eine Erzählung hin, die auf leisen Beobachtungen und dem allmählichen Sichtbarwerden von Unglück aufbaut statt auf äußerer Zuspitzung. Als reines Drama, ohne weitere Genrezusätze, bleibt der Fokus konsequent auf den Beziehungen innerhalb dieser einen Familie.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu jenen Titeln, deren Publikum begrenzt, aber überwiegend positiv eingestimmt ist. Seit seiner Entstehung 1957 sind inzwischen weit über sechzig Jahre vergangen, was den Film in eine frühe Phase des japanischen Nachkriegskinos einordnet. Innerhalb des Dramengenres steht er für eine Erzählweise, die familiäre Konflikte ohne große Gesten behandelt und ihre Wirkung aus der Genauigkeit der Beobachtung zieht.
Bilder




Besetzung & Stab
- Setsuko Hara als Takako Numata
- Ineko Arima als Akiko Sugiyama
- Chishū Ryū als Shukichi Sugiyama
- Isuzu Yamada als Kisako Soma
- Teiji Takahashi als Noburo Kawaguchi
- Masami Taura als Kenji Kimura
- Haruko Sugimura als Shigeko Takeuchi
- So Yamamura als Seki Sekiguchi
- Kinzō Shin als Yasuo Numata
- Kamatari Fujiwara als Noodle Vendor
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Verfügbarkeit
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