The Watermelon Woman (1997)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Cheryl Dunye |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1997-03-05 |
| TMDB-Bewertung | 7 (127 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Cheryl arbeitet in einer Videothek und trägt selbst den Wunsch in sich, Regisseurin zu werden. Ihr Interesse gilt einer Leerstelle der Filmgeschichte: Warum tauchen die Namen schwarzer Schauspielerinnen aus den frühen Jahren des Kinos kaum in Archiven und Geschichtsschreibung auf? Cheryl beginnt zu recherchieren, stößt auf Widersprüche und Lücken und macht ihre Suche selbst zum Gegenstand ihrer Arbeit. Die Erzählung verschränkt dabei die Ebene der Recherche mit der Person, die sie durchführt, sodass die eigentliche Geschichte immer auch von der Perspektive erzählt wird, aus der heraus sie gesucht wird.
Entstehungsgeschichte
„The Watermelon Woman“ entstand 1997 unter der Regie von Cheryl Dunye, die auch die Hauptfigur Cheryl spielt. An ihrer Seite stehen Guinevere Turner, Valarie Walker und Lisa Marie Bronson. Der Film ist als Mockumentary angelegt, verbindet also dokumentarische Form mit fiktionaler Erzählung.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Komödie und Liebesfilm zeigt, dass der Film sein ernstes Thema nicht mit schwerer Hand behandelt, sondern über Witz und persönliche Beziehungen zugänglich macht. Dass Dunye die Hauptfigur selbst spielt und sie ebenfalls Cheryl nennt, verwischt bewusst die Grenze zwischen Regisseurin und Erzählerin: Die Suche nach einer verschwundenen Schauspielerin wird so zur Reflexion über die eigene Position als schwarze lesbische Filmemacherin. Die archivarische Anlage der Geschichte – Recherche, Interviews, Materialsuche – macht die Frage nach dem Fehlen von Namen und Gesichtern in der Filmgeschichte zum eigentlichen Motor der Handlung, nicht zu einem bloßen Hintergrundthema.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breiten Publikumserfolg lesen, wohl aber als Titel, der bei denen, die ihn gesehen haben, recht positiv ankommt. Seit dem Erscheinungsjahr 1997 sind mittlerweile 28 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der queere und schwarze Perspektiven im unabhängigen Kino noch deutlich seltener im Zentrum standen als heute. Innerhalb der Schnittmenge aus Drama, Komödie und Liebesfilm nimmt er durch seine essayistisch-dokumentarische Form eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cheryl Dunye als Cheryl
- Guinevere Turner als Diana
- Valarie Walker als Tamara
- Lisa Marie Bronson als Fae "The Watermelon Woman" Richards
- Cheryl Clarke als June Walker
- Irene Dunye als Self
- Brian Freeman als Lee Edwards
- Ira Jeffries als Shirley Hamilton
- Alexandra Juhasz als Martha Page
- Camille Paglia als Self
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Verfügbarkeit
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