TÁR (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Todd Field |
|---|---|
| Genre | Musik, Drama |
| Laufzeit | 158 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-10-07 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 35.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 29.048.571 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.603 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Lydia Tár steht an der Spitze. Sie ist die erste Frau als Chefdirigentin eines großen deutschen Orchesters, arbeitet an Mahlers Fünfter und leitet ein Förderprogramm für Dirigentinnen.
Dann stirbt eine ehemalige Schülerin, und Vorwürfe des sexuellen Machtmissbrauchs werden laut. Was zuvor als Strenge galt, erscheint plötzlich in anderem Licht — und Tár verliert die Kontrolle über die Erzählung, die über sie geführt wird.
Entstehungsgeschichte
Todd Field führte Regie und schrieb das Drehbuch. Es war seine erste Regiearbeit seit „Little Children" von 2006 — nach fünfzehn Jahren.
Cate Blanchett spielt Lydia Tár, Nina Hoss die Sharon Goodnow, Noémie Merlant die Francesca Lentini, Mark Strong den Eliot Kaplan, Sophie Kauer die Olga Metkina, Julian Glover den Andris Davis und Allan Corduner den Sebastian Brix.
Produziert wurde der Film von Field, Scott Lambert und Alexandra Milchan. Die Kamera führte Florian Hoffmeister, den Schnitt Monika Willi, die Musik stammt von Hildur Guðnadóttir.
Gedreht wurde ab August 2021 überwiegend in Berlin, dazu im Kulturpalast Dresden, im Orangerieschloss Potsdam und in der Berliner Hufeisensiedlung. Der Film dauert 158 Minuten; gesprochen wird Englisch und Deutsch.
Hinter den Kulissen
Lydia Tár ist eine erfundene Figur. Der Film behandelt sie durchweg so, als wäre sie es nicht — mit Werdegang, Aufnahmen, Interviews.
Das ist die entscheidende Entscheidung. Wer über Machtmissbrauch im Kulturbetrieb erzählen will, ohne einen konkreten Fall zu verhandeln, braucht eine Figur, die es geben könnte.
Die Verlagerung nach Berlin verankert das in einer realen Umgebung — ein deutsches Spitzenorchester, deutsche Sprache, deutsche Institutionen.
Die Kritik verglich Fields Arbeit mit Michael Haneke und beschrieb die Regie als sehr europäisch, mit kühler Präzision; manche fühlten sich an Horrorfilme Dario Argentos erinnert.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 90 Prozent bei einem Schnitt von 8,2 von 10 aus, Metacritic 91 Punkte — universelle Anerkennung. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
Cate Blanchett gewann 2022 in Venedig die Coppa Volpi als beste Darstellerin, 2023 den Golden Globe und den BAFTA. Todd Field erhielt 2022 den Gotham Award für das beste Drehbuch.
Bei der Oscarverleihung 2023 war der Film in sechs Kategorien nominiert — bester Film, Regie, Originaldrehbuch, Hauptdarstellerin, Kamera und Schnitt.
David Ehrlich vergab bei IndieWire die Bestnote und nannte den Film spannend und täuschend streng, Blanchetts Leistung erschütternd. Peter Bradshaw gab im Guardian vier von fünf Sternen und nannte ihre Darstellung kolossal.
Sechs Oscar-Nominierungen für einen 158 Minuten langen Film über eine Dirigentin sind ein Befund, mit dem vor der Premiere niemand gerechnet hätte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cate Blanchett als Lydia Tár
- Nina Hoss als Sharon Goodnow
- Noémie Merlant als Francesca Lentini
- Sophie Kauer als Olga Metkina
- Julian Glover als Andris Davis
- Mark Strong als Eliot Kaplan
- Sylvia Flote als Krista Taylor
- Allan Corduner als Sebastian Brix
- Mila Bogojevic als Petra
- Adam Gopnik als Adam Gopnik
Weitere Filme von Todd Field
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.