Shoah (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Lanzmann |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Historie |
| Laufzeit | 540 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-04-21 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Einspielergebnis | 20.175 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (228 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Claude Lanzmann beschreibt sein Vorhaben selbst als Versuch, die Judenvernichtung in Europa nicht in einzelnen Kapiteln, sondern in ihrer vollen Größe zu erfassen. Der Film verzichtet dabei auf jedes historische Archivmaterial. Stattdessen entsteht das Bild des Geschehens ausschließlich aus Aufnahmen der Gegenwart: aus Gesprächen, aus Orten, aus Erinnerungen von Menschen wie Simon Srebnik, Michael Podchlebnik und Motke Zaidl, die von dem berichten, was sie erlebt haben. So wird die Vergangenheit nicht illustriert, sondern durch das, was von ihr in der Gegenwart geblieben ist, greifbar gemacht. Lanzmann selbst tritt dabei nicht nur als Regisseur, sondern auch als fragende, sichtbare Figur im Film auf.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Claude Lanzmann, der Film erschien 1985 als Dokumentarfilm mit historischem Fokus. Neben ihm treten Simon Srebnik, Michael Podchlebnik und Motke Zaidl vor der Kamera auf. Eine Altersfreigabe im engeren Sinn liegt nicht vor. Die Recherche zog sich über dreieinhalb Jahre und führte durch 14 Länder, aus denen letztlich 350 Stunden Material entstanden.
Hinter den Kulissen
Schon der Umfang der Arbeit – die lange Recherchezeit, die Zahl der bereisten Länder, die schiere Materialmenge – deutet auf die Anlage des Films als Monumentalwerk hin, das nicht auf eine einzelne Erzählung, sondern auf eine Vielzahl von Stimmen und Schauplätzen setzt. Die Genrekombination aus Dokumentarfilm und Historie verweist darauf, dass es Lanzmann nicht um bloße Chronik geht, sondern um ein reflektierendes Verhältnis zur Geschichte, wie er es selbst formuliert. Der bewusste Verzicht auf Archivbilder macht deutlich, dass der Film sein Thema nicht über historische Dokumente, sondern über das Sprechen der Gegenwart erschließen will.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich ein Publikum, das den Film überwiegend hoch einschätzt, ohne dass daraus eine breite, aktuelle Wahrnehmung abzulesen wäre. Seit dem Erscheinen 1985 sind inzwischen vier Jahrzehnte vergangen, ein Zeitraum, der den Film klar von tagesaktuellen dokumentarischen Arbeiten abhebt und ihn als Werk mit historischem Abstand erscheinen lässt. Innerhalb des dokumentarischen Genres zur Geschichte des Nationalsozialismus markiert er durch seinen methodischen Ansatz – keine Archivbilder, ausschließlich Gegenwartsaufnahmen – eine eigenständige Position.
Bilder








Besetzung & Stab
- Claude Lanzmann als Self - Interviewer
- Simon Srebnik als Self
- Michael Podchlebnik als Self
- Motke Zaidl als Self
- Jan Karski als Self
- Paula Biren als Self
- Abraham Bomba als Self
- Inge Deutschkron als Self
- Ruth Elias als Self
- Richard Glazar als Self
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Verfügbarkeit
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