Schön ist die Jugendzeit (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bo Widerberg |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Historie |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-03-08 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (180 Stimmen) |
Worum es geht
Malmö, 1943: Der Krieg tobt jenseits der Grenzen, doch für den 15-jährigen Stig und seine Klassenkameraden ist er nur Hintergrundrauschen. Viel dringlicher sind die eigenen Körper, die Unsicherheit, das Verlangen. Als eine neue Englischlehrerin an die Schule kommt, gerät Stig sofort in ihren Bann. Aus der Schwärmerei wird eine Affäre mit der attraktiven Viola, die den Jungen in eine Welt hineinzieht, die er kaum überblickt. Die anfängliche Euphorie bekommt Risse, sobald Stig Violas Ehemann Frank kennenlernt – ein Mann, der das Verhältnis stillschweigend hinnimmt, weil seine eigene frühe Untreue die Ehe längst vergiftet hat. Zwischen Missachtung und Alkohol gefangen, wird Frank für Stig zu einer unerwarteten Bezugsperson, während sich dem Jugendlichen zeigt, dass es Viola weniger um Zuneigung als um die Erfüllung eigener Bedürfnisse geht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1995 unter der Regie von Bo Widerberg. In den Hauptrollen sind Johan Widerberg, Marika Lagercrantz, Tomas von Brömssen und Karin Huldt zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Liebesfilm und Historie verweist auf eine Erzählung, die private Gefühlswelten in eine konkrete historische Kulisse stellt, ohne den Krieg selbst ins Zentrum zu rücken. Die Kriegszeit bleibt bewusst Randnotiz – wichtiger ist, wie ungleich verteilte Macht innerhalb einer Beziehung aussieht, wenn ein Jugendlicher auf eine erwachsene Frau trifft, die eigene Bedürfnisse über die des Jungen stellt. Die Erzählstruktur zeigt drei Figuren, deren Bindungen sich gegenseitig bedingen: Stig, Viola und der verletzte Frank, dessen Alkoholismus und Resignation der Affäre eine zusätzliche Schwere geben. Dass der Betrogene zur emotionalen Bezugsperson des jungen Liebhabers wird, macht deutlich, dass es hier weniger um romantische Erfüllung als um Enttäuschung und Erkenntnis geht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich dessen, was für historische Dramen mit heiklem Beziehungsthema üblich ist. Seit der Entstehung 1995 sind mittlerweile 30 Jahre vergangen, ohne dass sich am Kern der Erzählung – der schwierigen Balance zwischen jugendlichem Erwachen und erwachsener Ausbeutung – etwas relativiert hätte. Innerhalb des Genres steht der Film für eine Spielart des historischen Liebesdramas, die auf Ambivalenz statt auf klare moralische Urteile setzt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Johan Widerberg als Stig
- Marika Lagercrantz als Viola
- Tomas von Brömssen als Kjell
- Karin Huldt als Lisbet
- Nina Gunke als Stig's Mother
- Kenneth Milldoff als Stig's Father
- Björn Kjellman als Sigge
- Frida Lindholm als Olga
- Sigge Cederlund als Cinema Operator
- Monica Stenbeck als Gym Teacher
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Verfügbarkeit
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