Sacco und Vanzetti (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Giuliano Montaldo |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-03-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (218 Stimmen) |
Worum es geht
Boston, Anfang der 1920er Jahre. Nicola Sacco, ein Schuhmacher, und Bartolomeo Vanzetti, ein Fischhändler, sind italienische Einwanderer und bekennende Anarchisten. Als am 15. April 1920 ein Mord geschieht, geraten die beiden Männer ins Visier der Polizei und werden festgenommen. Dass sie an eine Gesellschaftsordnung ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen glauben, streiten sie nicht ab – ob sie tatsächlich für die Tat verantwortlich sind, bleibt hingegen fraglich. Der folgende Prozess entfernt sich zunehmend von juristischen Fragen und wird zu einem Verfahren über Herkunft und politische Gesinnung, geführt vor dem Hintergrund einer konservativen Machtordnung, die Fremde und Andersdenkende argwöhnisch betrachtet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1971 unter der Regie von Giuliano Montaldo. In den Hauptrollen sind Gian Maria Volonté als Vanzetti und Riccardo Cucciolla als Sacco zu sehen, an ihrer Seite Cyril Cusack und Rosanna Fratello. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit historischem Hintergrund und dem Schlagwort True Crime zeigt, dass hier ein realer Kriminalfall als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Justiz und Gesellschaft dient. Die Geschichte zweier Einwanderer, die wegen ihrer politischen Überzeugung unter Verdacht geraten, verlagert den Schwerpunkt vom Kriminalfall selbst auf die Frage, wie eine Gesellschaft mit Fremden und Abweichlern umgeht. Dass die Handlung den Prozessverlauf und nicht die Tat in den Mittelpunkt rückt, deutet auf eine Erzählweise, die weniger auf Spannung um Schuld oder Unschuld setzt als auf die Mechanismen von Vorverurteilung und politischem Druck.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu den solide bis gut aufgenommenen Werken seines Genres, auch wenn die Zahl der Stimmen keine breite, aktuelle Publikumsresonanz widerspiegelt. Seit der Entstehung 1971 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film als historisches Dokument seiner eigenen Entstehungszeit ebenso interessant macht wie als Betrachtung des Stoffs, den er behandelt. Innerhalb des Genres historisch grundierter Justizdramen mit True-Crime-Bezug nimmt er durch die Konzentration auf einen konkreten, politisch aufgeladenen Fall eine klar umrissene Position ein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Gian Maria Volonté als Bartolomeo Vanzetti
- Riccardo Cucciolla als Nicola Sacco
- Cyril Cusack als Frederick Katzmann
- Rosanna Fratello als Rosa Sacco
- Geoffrey Keen als Judge Webster Thayer
- Milo O'Shea als Fred Moore
- William Prince als William Thompson
- Claude Mann als Eddie
- Edward Jewesbury als Alvan T. Fuller
- Armenia Balducci als Virginia Vanzetti
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