Rosenkranz & Güldenstern (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tom Stoppard |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-02-08 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 805.104 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (333 Stimmen) |
Worum es geht
Rosenkranz und Güldenstern sind Nebenfiguren aus Shakespeares „Hamlet“, und ihr Schicksal dürfte vielen bekannt sein. Hier stehen die beiden im Mittelpunkt. Man begegnet ihnen als armen, fahrenden Studenten, die sich auf den Weg zum Hof des dänischen Königs Claudius machen. Ihr Auftrag klingt harmlos: Sie sollen den Prinzen aufheitern.
Auf den ersten Blick wirken die beiden wie abgerissene Schnorrer und reichlich einfältig. Doch sobald sie ins Gespräch kommen, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Rosenkranz und Güldenstern entpuppen sich als äußerst geistreiche Gesprächspartner, deren Wortwechsel mehr Tiefe haben, als ihr Äußeres vermuten lässt. Wohin ihre Reise sie führt, lässt der englische Titel bereits ahnen, der Weg dorthin bleibt jedoch das eigentliche Thema.
Entstehungsgeschichte
Tom Stoppard führte Regie bei diesem Film, der 1991 erschien. Gary Oldman, Tim Roth, Richard Dreyfuss und Iain Glen bilden die Besetzung. Freigegeben ist das Werk ab 12 Jahren. Der englische Titel „Rosencrantz & Guildenstern Are Dead“ nimmt das Ende der beiden Hauptfiguren schon vorweg, während der deutsche Titel sich auf ihre Namen beschränkt.
Hinter den Kulissen
Komödie und Drama verbinden sich hier auf besondere Weise. Die Komik entsteht aus den geistreichen Gesprächen zweier Figuren, die äußerlich wenig hermachen. Das Drama liegt in einem Schicksal, das schon feststeht, bevor die Handlung beginnt.
Die Anlage ist ungewöhnlich, weil sie eine bekannte Tragödie aus der Perspektive zweier Randfiguren erzählt. Wer sonst nur am Rand auftaucht, erhält hier eine eigene Geschichte mit eigenen Gedanken und Gesprächen. Daraus ergibt sich eine doppelte Ebene: Die Handlung am Hof von Claudius läuft gewissermaßen im Hintergrund weiter, während die beiden Scholaren über ihre Lage nachdenken. Dass das Publikum ihr Ende kennt, verändert den Blick auf jeden ihrer Wortwechsel und gibt dem Witz einen melancholischen Unterton.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,9 von 10 erreicht der Film einen guten Wert, der auf einigen hundert Stimmen beruht. Die Basis ist überschaubar, die Tendenz aber klar positiv.
35 Jahre sind seit dem Erscheinen vergangen. Innerhalb der Tragikomödie nimmt der Titel eine eigene Stellung ein, weil er nicht eine neue Geschichte erfindet, sondern eine bekannte von ihren Rändern her neu betrachtet und dabei auf Sprache und Gedankenspiel statt auf äußere Handlung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gary Oldman als Rosencrantz
- Tim Roth als Guildenstern
- Richard Dreyfuss als The Player
- Iain Glen als Hamlet
- Ian Richardson als Polonius
- Donald Sumpter als Claudius
- Joanna Miles als Gertrude
- Joanna Roth als Ophelia
- John Burgess als Ambassador from England
- Livio Badurina als Tragedian (Alfred)
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Verfügbarkeit
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