Ridicule - Von der Lächerlichkeit des Scheins (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Patrice Leconte |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-05-09 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.503.829 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (227 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Versailles im Jahr 1780, am Hof Ludwigs XVI.: Der junge Grégoire Ponceludon de Malavoy reist an, um den König für ein Vorhaben zu gewinnen, das ihm am Herzen liegt – die Trockenlegung von Sümpfen, um damit Krankheiten in seiner Heimat einzudämmen. Er hofft, mit der Sache selbst zu überzeugen, doch am Hof zeigt sich rasch, dass Inhalte wenig zählen. Grégoire erlebt, wie sehr Günstlingswirtschaft und Vetternwirtschaft das höfische Leben bestimmen, und muss erkennen, dass er einen anderen Weg finden muss, um überhaupt gehört zu werden, wenn er die Aufmerksamkeit des Königs erreichen will.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1996 unter der Regie von Patrice Leconte. In den Hauptrollen sind Charles Berling, Jean Rochefort, Fanny Ardant und Judith Godrèche zu sehen. Eingeordnet wird der Titel als Mischung aus Komödie, Drama und Liebesfilm.
Hinter den Kulissen
Die Genrekombination verrät bereits, worauf die Geschichte hinausläuft: Ein ernstes Anliegen – die Bekämpfung von Krankheiten durch ein technisches Projekt – trifft auf ein Umfeld, in dem Witz, Etikette und gesellschaftliches Kalkül über Erfolg oder Scheitern entscheiden. Dass sich Komödie und Drama die Waage halten, deutet darauf hin, dass der Film das höfische Leben nicht nur belustigend, sondern auch mit ernsten Untertönen zeigt. Die zusätzliche Einordnung als Liebesfilm legt nahe, dass Grégorys Weg durch den Hof auch von persönlichen Beziehungen begleitet wird, die sein Vorhaben beeinflussen. Die Ausgangslage – ein Außenseiter mit einem echten Anliegen inmitten eines Systems aus Schein und Rhetorik – bildet den Kern, aus dem sich die Spannung zwischen aufrichtigem Ziel und höfischem Spiel entwickelt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer Stimmenzahl im mittleren zweistelligen Bereich bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich – ein Ergebnis, das für einen Titel spricht, der eher ein Nischenpublikum als ein Massenpublikum erreicht hat. Seit dem Erscheinungsjahr 1996 sind inzwischen deutlich mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film innerhalb der Kombination aus Kostümdrama und Gesellschaftskomödie zu einem Werk macht, das aus einiger zeitlicher Distanz betrachtet wird. Innerhalb dieser Genrenische bleibt er ein Beispiel dafür, wie ernste Anliegen und höfisches Kalkül aufeinandertreffen können.
Bilder








Besetzung & Stab
- Charles Berling als Le Marquis Grégoire Ponceludon de Malavoy
- Jean Rochefort als Le Marquis de Bellegarde
- Fanny Ardant als Madame de Blayac
- Judith Godrèche als Mathilde de Bellegarde
- Bernard Giraudeau als L'Abbée de Vilecourt
- Bernard Dhéran als Montalieri
- Carlo Brandt als Milletail
- Jacques Mathou als Abbé de l'Épée
- Urbain Cancelier als Louis XVI
- Albert Delpy als Baron de Guéret
Weitere Filme von Patrice Leconte
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.