Pongo und Perdita (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Wolfgang Reitherman |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Animation, Komödie, Familie |
| Laufzeit | 79 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-01-25 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 3.600.000 $ |
| Einspielergebnis | 303.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (6.777 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Dalmatiner Pongo langweilt sich in der Junggesellenwohnung seines Herrchens und sucht aus dem Fenster nach einer passenden Hündin — für Roger und für sich selbst. Er findet Perdita und deren Besitzerin Anita im Park.
Wenig später bekommt Perdita fünfzehn Welpen. Anitas frühere Schulkameradin Cruella de Vil will sie kaufen; als Roger ablehnt, lässt sie die Tiere stehlen. Pongo und Perdita machen sich über das Bellnetz der Hunde auf die Suche und finden nicht nur ihre eigenen, sondern vierundachtzig weitere.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist Dodie Smiths Kinderbuch von 1956; Disney erwarb die Rechte 1957 für 25.000 Dollar. Bill Peet schrieb das Drehbuch allein und von Hand — das erste Mal, dass ein einzelner Autor einen abendfüllenden Disney-Film verantwortete.
Die Lage des Studios war heikel. "Dornröschen" hatte 1959 seine Kosten kaum eingespielt, und Walt Disney erwog, die Zeichentrickabteilung ganz zu schließen.
Hinter den Kulissen
Die Rettung war ein technisches Verfahren: Erstmals wurden die Bleistiftzeichnungen der Animatoren über ein Xerox-Kopierverfahren direkt auf die Folien übertragen, statt sie von Hand nachzuziehen. Das sparte einen ganzen Arbeitsgang und damit erhebliche Kosten — bei über sechs Millionen Punkten auf den Hunden war das anders nicht zu leisten.
Sichtbar bleibt davon die harte, zittrige Kontur, die den Film von allem Vorherigen unterscheidet. Walt Disney war darüber verärgert und erklärte, so etwas werde es nie wieder geben; mit dem Ausstattungsleiter Ken Anderson versöhnte er sich erst Jahre später. Marc Davis gestaltete Cruella de Vil allein und orientierte sich dabei unter anderem an Tallulah Bankhead.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte rund 14 Millionen Dollar ein, bei Kosten zwischen 3,6 und vier Millionen, und war der erste Zeichentrickfilm überhaupt, der die Zehn-Millionen-Grenze überschritt. Er liegt heute bei rund achtundneunzig Prozent zustimmender Besprechungen.
Damit war die Abteilung gerettet. Das Xerox-Verfahren prägte anschließend zwei Jahrzehnte Disney-Optik — bis "Arielle" 1989 wieder zu weichen Linien zurückkehrte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rod Taylor als Pongo (voice)
- J. Pat O'Malley als Colonel / Jasper (voice)
- Betty Lou Gerson als Cruella De Vil / Miss Birdwell (voice)
- Martha Wentworth als Nanny / Queenie / Lucy (voice)
- Ben Wright als Roger (voice)
- Cate Bauer als Perdita (voice)
- David Frankham als Sergeant Tibbs (voice)
- Frederick Worlock als Horace / Inspector Craven (voice)
- Lisa Davis als Anita (voice)
- Tom Conway als Quizmaster / Collie (voice)
Weitere Filme von Wolfgang Reitherman
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.