Pfahl in meinem Fleisch (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 松本俊夫 |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-09-13 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (253 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In den Nachtclubs von Tokio dreht sich ein Machtgefüge um den Clubbesitzer Gonda, um den zwei Transvestiten konkurrieren: Eddie und Leda. Leda leidet still darunter, dass Gonda offenkundig Eddie bevorzugt. Eddie selbst trägt jedoch ein weit tieferes Problem mit sich herum, das mit dieser Dreieckskonstellation kaum etwas zu tun hat: Nächte voller Albträume, die um die Beziehung zum eigenen Vater kreisen. Es ist keine gewöhnliche Sehnsucht nach väterlicher Zuneigung, sondern ein Verlangen, das auch körperlich und sexuell aufgeladen ist – ein Wunsch, von dem der Vater selbst nichts ahnt. Je mehr sich dieser innere Druck aufbaut, desto stärker verliert Eddie die Kontrolle über sein eigenes Leben. Die Geschichte folgt damit erkennbar dem Muster der Ödipus-Sage, versetzt jedoch in die Schwulen-Szene des Tokios der 1960er Jahre.
Entstehungsgeschichte
Regie führte 松本俊夫, der den Stoff 1969 als Drama umsetzte. In den zentralen Rollen sind 池畑慎之介, Yoshio Tsuchiya, 東恵美子 und 藤田敏八 zu sehen.
Hinter den Kulissen
Dass eine antike Tragödie um Schicksal und verbotenes Verlangen in eine zeitgenössische urbane Subkultur übertragen wird, verschiebt den Blick auf den Stoff: Aus einem mythischen Königsdrama wird eine Geschichte über Identität, Begehren und familiäre Bindung in einem Milieu, das damals kaum sichtbar war. Die Dreieckskonstellation zwischen Gonda, Eddie und Leda liefert die gesellschaftliche Bühne, während Eddies innerer Konflikt die eigentliche Tragik trägt. Das Nebeneinander von Nachtclub-Alltag und Alptraumhaftem deutet auf eine Erzählweise hin, die zwischen nüchterner Beobachtung und psychologischer Zuspitzung wechselt, ohne dass der Ausgang der Geschichte vorwegzunehmen wäre.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,6 bei einer noch überschaubaren, eher niedrigen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel im oberen Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Seit der Entstehung 1969 sind mehrere Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühes Beispiel dafür erscheinen lässt, wie ein klassischer Dramenstoff auf eine damals kaum verhandelte urbane Realität übertragen wurde. Innerhalb des Dramas als Genre steht der Titel damit für eine Erzählung, die formale Tragödienstruktur mit einem sehr konkreten gesellschaftlichen Setting verbindet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Shinnosuke Ikehata als Eddie
- Yoshio Tsuchiya als Gonda
- Emiko Azuma als Eddie's Mother
- Toshiya Fujita
- Kiyoshi Awazu
- Osamu Ogasawara als Leda
- Yoshimi Jô als Jimi
- Koichi Nakamura als Juju
- Flamenco Umeji als Greco
- Saako Oota als Mari
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.