Nise: O Coração da Loucura (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roberto Berliner |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-04-21 |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (136 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Dr. Nise da Silveira an ein psychiatrisches Krankenhaus am Rande von Rio de Janeiro zurück. Dort weigert sie sich, die neue, gewaltsame Elektroschockbehandlung an schizophrenen Patienten anzuwenden. Von ihren Kollegen verspottet, wird sie in die vernachlässigte Abteilung für Beschäftigungstherapie abgeschoben – ein Ort, der eigentlich als Abstellgleis gedacht ist. Aus dieser Randposition heraus beginnt sie, mit Malerei, Tieren und menschlicher Zuwendung einen anderen Umgang mit den Patienten zu erproben, der sich gegen die herrschende Praxis der Anstalt stellt.
Entstehungsgeschichte
Der brasilianische Spielfilm entstand 2016 unter der Regie von Roberto Berliner. In den Hauptrollen sind Glória Pires, Julio Adrião, Claudio Jaborandy und Fabrício Boliveira zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt und konzentriert sich auf die Arbeit der Ärztin innerhalb der psychiatrischen Klinik.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als Institutionsdrama angelegt: Eine Einzelperson steht gegen ein etabliertes medizinisches System, das auf Zwang und schnelle Wirkung setzt, während sie selbst auf Geduld, Kreativität und Beziehung setzt. Dass die Handlung ausgerechnet in einer „abgeschobenen“ Abteilung beginnt, macht aus einer scheinbaren Randnotiz den eigentlichen Kern der Erzählung – die Randfigur wird zur treibenden Kraft. Malerei und Tiere als therapeutische Mittel deuten an, dass der Film weniger die klinische Methode selbst zeigt als die menschliche Begegnung, die dahinter steht. Die reine Genrebezeichnung Drama lässt vermuten, dass der Film auf zwischenmenschliche Konflikte und persönliche Überzeugung setzt statt auf äußere Spannungsbögen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu den positiv aufgenommenen, wenn auch nicht breit diskutierten Werken seines Umfelds. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 2016 beträgt inzwischen fast ein Jahrzehnt, ohne dass sich an der grundsätzlichen Thematik – dem Spannungsfeld zwischen institutioneller Medizin und individuellem Zugang zu psychisch erkrankten Menschen – etwas an Aktualität verändert hätte. Innerhalb des Dramas positioniert sich der Film als Charakterstudie, die ihre Wirkung aus der Beharrlichkeit der Hauptfigur und aus den ungewöhnlichen therapeutischen Mitteln zieht, die im Zentrum der Handlung stehen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Glória Pires als Nise da Silveira
- Julio Adrião als Carlos Pertuis
- Claudio Jaborandy als Emygdio de Barros
- Fabrício Boliveira als Fernando Diniz
- Roberta Rodrigues als Ivone
- Flávio Bauraqui als Otávio Inácio
- Fernando Eiras als Mário Magalhães
- Charles Fricks als Mário Pedrosa
- Luciana Fregolente als Eugênia
- Zé Carlos Machado als Dr. Nelson
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