Nader und Simin - eine Trennung (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | اصغر فرهادی |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-02-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 24.426.169 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (2.020 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Simin will mit Mann und Tochter aus dem Iran ausreisen. Nader will bleiben, weil sein Vater an Alzheimer erkrankt ist und Pflege braucht. Beide bestehen darauf, und vor Gericht wird die Trennung eingereicht.
Nader stellt daraufhin Razieh als Pflegekraft ein — eine tief gläubige Frau aus einfachen Verhältnissen, die die Arbeit vor ihrem Mann verheimlicht und schwanger ist. Als Nader sie eines Tages aus der Wohnung drängt und sie kurz darauf ihr Kind verliert, steht die Frage im Raum, ob er von der Schwangerschaft wusste. Der Film hat keinen Schuldigen, sondern lauter Menschen, die aus je eigenen Gründen nicht die ganze Wahrheit sagen.
Entstehungsgeschichte
Asghar Farhadi schrieb, produzierte und inszenierte den Film. Das Budget lag bei rund 800.000 Dollar.
Angelegt ist er als doppelte Trennung: die der Eheleute und die zwischen zwei Gesellschaftsschichten, die im selben Land leben und einander nicht verstehen — die gebildete Mittelschicht Teherans und die religiös geprägte Unterschicht.
Hinter den Kulissen
Der Film kommt fast ohne Musik aus und spielt überwiegend in Wohnungen, Treppenhäusern und Amtsstuben. Was auf dem Spiel steht, wird nie ausgesprochen, sondern in Verfahren verhandelt: Aussagen, Gegenaussagen, Eide auf den Koran.
Bemerkenswert ist der Umgang mit dem Publikum: Der Film hält Informationen nicht zurück, um zu überraschen, sondern gibt sie so, wie die Figuren sie haben — jeder weiß etwas anderes, und niemand weiß alles.
Einordnung & Wirkung
Bei den Filmfestspielen in Berlin gewann er 2011 den Goldenen Bären, dazu Silberne Bären für die beiden Darstellerensembles.
2012 gewann er den Oscar als bester fremdsprachiger Film — der erste Oscar für den Iran überhaupt. Hinzu kamen der Golden Globe und ein César.
Die Kritik reagierte einhellig: 99 Prozent bei Rotten Tomatoes, 95 von 100 bei Metacritic. Bei 800.000 Dollar Herstellungskosten spielte er weltweit 24,4 Millionen ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Leila Hatami als Simin
- Payman Maadi als Nader
- Sareh Bayat als Razieh
- Sarina Farhadi als Termeh
- Shahab Hosseini als Hojjat
- Kimia Hosseini als Somayyeh
- Ali-Asghar Shahbazi als Nader's Father
- Babak Karimi als Interrogator
- Merila Zarei als Miss Ghahraii
- Shirin Yazdanbakhsh als Simin's Mother
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Verfügbarkeit
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