Nackt unter Wölfen (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Philipp Kadelbach |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-04-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (139 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
April 1943: Hans Pippig wird ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert, während seine Frau ein Kind erwartet. Bei seiner Ankunft nimmt sich der Kapo André Hofel, der innerhalb des Lagers ein Netzwerk von Widerstandskämpfern anführt, seiner an – aus Erinnerung an die Freundschaft, die er mit Hans’ Vater verband. Zwei Jahre vergehen. Im Frühjahr 1945 überschreiten die Alliierten den Rhein, die Befreiung des Lagers rückt näher. Wenige Wochen davor bringt ein Pole namens Marian einen Koffer ins Lager. Darin verbirgt sich ein dreijähriges jüdisches Kind, Stefan. Von diesem Moment an steht das Netzwerk um Hans und Hofel vor der Frage, wie sich ein Kind unter den Augen der Lagerleitung verbergen lässt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2015 unter der Regie von Philipp Kadelbach. In den zentralen Rollen sind Florian Stetter als Hans Pippig, Peter Schneider, Sylvester Groth als André Hofel und Sabin Tambrea zu sehen. Die Freigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Historie, Drama und Kriegsfilm verweist auf eine Erzählweise, die das Lagerleben nicht als reine Abfolge von Gewalt zeigt, sondern als System aus Beziehungen, Loyalitäten und stillem Widerstand. Dass die Handlung sich über zwei Jahre und mehrere Figuren – Hans, Hofel, Marian, das Kind Stefan – aufspannt, deutet auf eine Struktur, die persönliche Bindungen gegen die organisierte Vernichtungsmaschinerie stellt. Die Rettung eines einzelnen Kindes wird so zum Prüfstein für ein ganzes Netzwerk von Menschen, die unter Lebensgefahr handeln.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld vergleichbarer historischer Dramen über die NS-Zeit. Zehn Jahre nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel dafür, wie der Kriegsfilm versucht, individuelle Schicksale innerhalb eines Konzentrationslagers greifbar zu machen, ohne die historische Dimension aus dem Blick zu verlieren. Die Konzentration auf wenige Figuren und einen klar begrenzten Zeitraum kurz vor der Befreiung setzt ihn von breiter angelegten Erzählungen des Genres ab.
Bilder




Besetzung & Stab
- Florian Stetter als Hans Pippig
- Peter Schneider als André Höfel
- Sylvester Groth als Helmut Krämer
- Sabin Tambrea als Hermann Reineboth
- Robert Gallinowski als Robert Kluttig
- Rainer Bock als Alois Schwahl
- Rafael Stachowiak als Marian Kropinski
- Thorsten Merten als Hans Bochow
- Torsten Michaelis als August Rose
- Robert Mika als Zacharias Jankowski
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