Nach Eden ist es weit (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nelson Pereira dos Santos |
|---|---|
| Genre | Drama, Western |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-08-22 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (100 Stimmen) |
Worum es geht
Im trockenen Nordosten Brasiliens zieht ein Viehtreiber mit seiner Familie durch eine Landschaft, die von Dürre gezeichnet ist. Die Not zwingt sie zur Wanderung, immer auf der Suche nach einem Ort, der Hoffnung bietet. Der Film begleitet sie fast dokumentarisch, ohne die Härte ihres Alltags zu beschönigen. Es geht um das Überleben zwischen Vertreibung und Erschöpfung, um eine Familie, die sich gegen die Umstände behaupten muss, während die Aussicht auf ein besseres Leben immer wieder in Frage steht.
Entstehungsgeschichte
"Nach Eden ist es weit" entstand 1963 unter der Regie von Nelson Pereira dos Santos. Zu sehen sind Átila Iório, Maria Ribeiro, Baleia und Gilvan Lima in den zentralen Rollen. Der Film ist als Drama angelegt, das sich mit Elementen des Western verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Western ist ungewöhnlich, ergibt hier aber Sinn: Die karge, weite Landschaft, die Wanderung durch unwirtliches Gebiet und der Kampf gegen eine feindliche Natur erinnern an Motive des Western, werden aber nicht als Abenteuer, sondern als existenzielle Notlage erzählt. Die fast dokumentarische Erzählweise, die schon in der Beschreibung der Geschichte anklingt, verstärkt den Eindruck, dass hier weniger eine Heldenreise als eine nüchterne Bestandsaufnahme von Armut und Vertreibung im Mittelpunkt steht. Die Konzentration auf eine einzelne Familie, ihre Namen und Gesichter, macht aus einem gesellschaftlichen Thema eine persönliche Geschichte, ohne dass die größere Dimension der Dürre und ihrer Folgen aus dem Blick gerät. Dass ein Tier, Baleia, unter den genannten Besetzungsnamen auftaucht, deutet darauf hin, welchen Stellenwert auch die nichtmenschlichen Begleiter der Familie in der Erzählung einnehmen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis zählt der Film zu den solide bis gut bewerteten Werken seines Genres, wobei die geringe Stimmenzahl eine vorsichtige Lesart nahelegt. Mehr als sechs Jahrzehnte liegen zwischen der Entstehung 1963 und heute, ein Abstand, der den Film klar als historisches Zeitdokument seiner Epoche und ihrer filmischen Erzählweisen kennzeichnet. Innerhalb der Kombination aus Drama und Western bleibt er ein Beispiel dafür, wie beide Genres auf ungewohnte Weise zusammengeführt werden können.
Bilder







Besetzung & Stab
- Átila Iório als Fabiano
- Maria Ribeiro als Sinhá Vitória
- Baleia
- Gilvan Lima als Boy
- Genivaldo Lima als Boy
- Orlando Macedo als Soldado Amarelo
- Jofre Soares als Fazendeiro
- Arnaldo Chagas
- Oscar de Souza
- José Leite
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