Mulan (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tony Bancroft |
|---|---|
| Genre | Animation, Familie, Abenteuer |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-06-18 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 90.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 304.320.254 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (10.683 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Als die Hunnen in China einfallen, wird aus jeder Familie ein Mann zum Kriegsdienst eingezogen. Fa Mulans Vater ist alt und verletzt; sie schneidet sich nachts die Haare ab, nimmt seine Rüstung und meldet sich an seiner Stelle unter falschem Namen.
Im Ausbildungslager ist sie körperlich unterlegen und findet erst zurecht, als sie aufhört, es den Männern gleichtun zu wollen. Der Film erzählt daraus keine Geschichte über Verkleidung, sondern über die Frage, welchen Platz jemand einnimmt, für den keiner vorgesehen ist — und lässt die Entlarvung nicht am Ende, sondern in der Mitte stattfinden, mit vollen Konsequenzen.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist die chinesische Ballade von Hua Mulan, die seit dem 6. Jahrhundert überliefert ist. Disney entwickelte den Film über fünf Jahre; ein Team reiste für drei Wochen nach China, um Landschaften, Architektur und Malerei zu studieren.
Ursprünglich war eine deutlich andere Fassung geplant, in der Mulan aus Unzufriedenheit von zu Hause wegläuft. Die Änderung — sie geht, um ihren Vater zu retten — verschob den Kern des Films von Selbstverwirklichung zu Pflicht, was der Vorlage näher kommt.
Hinter den Kulissen
Die Gestaltung orientiert sich an chinesischer Tuschemalerei: viel leere Fläche, wenige klare Linien, gedämpfte Farben. Das war eine bewusste Abkehr von der dichten Detailfülle der vorangegangenen Disney-Filme.
Die Hunnenarmee, die über den Bergrücken kommt, entstand über eine eigens entwickelte Software namens Attila, die rund 2.000 einzelne Figuren mit unterschiedlichem Verhalten berechnet. Eddie Murphy sprach den Drachen Mushu und improvisierte erheblich — es war der Auftritt, der ihn für Animationsrollen etablierte und zu "Shrek" führte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 304 Millionen Dollar ein und war für einen Oscar nominiert.
In China fiel die Aufnahme zurückhaltend aus: Kritisiert wurden die Abweichungen von der Ballade und der komödiantische Drache, der in der chinesischen Symbolik eine andere Bedeutung hat. Im Westen gilt der Film als einer der wenigen aus dieser Phase, deren Hauptfigur ohne romantische Auflösung auskommt — die Liebesgeschichte bleibt am Ende ausdrücklich offen. Die Realverfilmung von 2020 verzichtete auf Lieder und auf Mushu und wurde deutlich schlechter aufgenommen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ming-Na Wen als Mulan (voice)
- Eddie Murphy als Mushu (voice)
- BD Wong als Shang (voice)
- Miguel Ferrer als Shan-Yu (voice)
- Harvey Fierstein als Yao (voice)
- Freda Foh Shen als Fa Li (voice)
- June Foray als Grandmother Fa (voice)
- James Hong als Chi Fu (voice)
- Miriam Margolyes als The Matchmaker (voice)
- Pat Morita als The Emperor (voice)
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Verfügbarkeit
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