Monsieur Lazhar (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Philippe Falardeau |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-09-10 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 6.581.915 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (371 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bachir Lazhar, ein 50-jähriger Algerier, liest im Journal de Montréal, dass sich eine Lehrerin einer sechsten Klasse abends nach dem Unterricht in ihrem Klassenzimmer das Leben genommen hat. Kurz darauf bietet er der Schulleiterin an, die Vertretung zu übernehmen. Er sei in Algier Lehrer gewesen, sagt er, und könne sofort anfangen.
So trifft er auf eine Gruppe erschütterter, aber liebenswerter Kinder. Wie groß der Abstand zwischen ihnen ist, zeigt sich schon am ersten Tag, als er ein Diktat nach Honoré de Balzac vorlegt, das die Klasse deutlich überfordert. Als rätselhafte Figur betritt Bachir eine Welt, die von Frauen und pädagogischen Reformen geprägt ist. Nach und nach schließt er vor allem Alice und Simon ins Herz, zwei Schüler mit besonderer Ausstrahlung, die beide ihren Teil an Schuldgefühlen wegen des Todes ihrer Lehrerin mit sich tragen. Von Bachirs Leben in Algerien weiß an der Schule niemand etwas, und keiner ahnt, dass ihm jederzeit die Ausweisung droht.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Philippe Falardeau bei diesem Film aus dem Jahr 2011. Die Besetzung vereint Mohamed Fellag, Émilien Néron, Danielle Proulx und Sophie Nélisse. Freigegeben ist der Film ab zwölf Jahren, was angesichts eines Stoffes, der mit dem Suizid einer Lehrerin einsetzt, nachvollziehbar erscheint.
Hinter den Kulissen
Drama und Komödie in einer Geschichte, die mit einem Todesfall beginnt: Diese Mischung verlangt ein genaues Gespür für den Ton. Komische Reibung liegt bereits im Aufeinandertreffen zweier Welten, etwa wenn ein Diktat nach Balzac auf Kinder trifft, die damit wenig anfangen können. Der Ernst bleibt dennoch gegenwärtig, denn Trauer und Schuld prägen den Alltag in dieser Klasse.
Zugleich spiegelt die Anlage zwei Formen der Unsicherheit. Die Kinder haben ihre Lehrerin verloren, Bachir lebt mit einer Vergangenheit, über die er schweigt, und mit der ständigen Drohung, das Land verlassen zu müssen. Der Vertretungslehrer, der Halt geben soll, steht selbst auf schwankendem Boden. Gerade darin liegt der Reiz der Geschichte: Unterstützung kommt von jemandem, der selbst kaum Sicherheit hat.
Einordnung & Wirkung
7,2 von 10 Punkten sind ein deutlich positives Urteil, auch wenn die Zahl der Stimmen im dreistelligen Bereich bleibt. Fünfzehn Jahre nach dem Erscheinen haben die Themen nichts von ihrer Dringlichkeit verloren: Trauer an der Schule, Fragen der Zugehörigkeit und ein Leben ohne gesicherten Aufenthalt. Im Feld des Schuldramas steht der Film für einen Zugang, der Humor und Trauer nebeneinander bestehen lässt, statt das eine gegen das andere auszuspielen.
Bilder


Besetzung & Stab
- Mohamed Fellag als Bachir Lazhar
- Émilien Néron als Simon
- Danielle Proulx als Mme Vaillancourt
- Sophie Nélisse als Alice L'Écuyer
- Marie-Ève Beauregard als Marie-Frédérique
- Denise Lamontagne als Parent
- Brigitte Poupart als Claire
- Louis Champagne als Concierge
- Daniel Gadouas als Me Gilbert Danis
- Vincent Millard als Victor
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Verfügbarkeit
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