Monsieur Batignole (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gérard Jugnot |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-03-06 |
| TMDB-Bewertung | 7 (251 Stimmen) |
Worum es geht
Paris im Jahr 1942, mitten in der deutschen Besatzung: Der unpolitische Lebensmittelhändler Edmond Batignole lebt mit Frau und Tochter über seinem Geschäft. Als sein künftiger Schwiegersohn Pierre-Jean, der mit den Besatzern kollaboriert, die jüdische Familie Bernstein den Nazis meldet, ziehen Batignoles in deren beschlagnahmte Wohnung. Wenig später taucht der junge Simon Bernstein auf, dem die Flucht gelungen ist, und sucht sein früheres Zuhause auf. Batignole findet ihn, hat Mitleid und versteckt ihn – sowohl vor Pierre-Jean als auch vor der eigenen Frau. Später kommen im Keller des Ladens auch zwei Cousins von Simon hinzu. Als Pierre-Jean die Kinder entdeckt, muss Batignole eine Entscheidung treffen, die ihn mit den Kindern in Richtung Schweiz führt.
Entstehungsgeschichte
„Monsieur Batignole“ entstand 2002 unter der Regie von Gérard Jugnot, der auch die Hauptrolle des Edmond Batignole übernimmt. An seiner Seite stehen Jules Sitruk als Simon, Michèle Garcia und Jean-Paul Rouve als Pierre-Jean. Der Film verbindet Komödie und Drama in einem historischen Setting.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama ist bei einem Stoff über Besatzung, Kollaboration und Verfolgung eine bewusste erzählerische Entscheidung: Sie erlaubt es, eine Figur wie Batignole – zunächst gleichgültig, dann zum Helfer wider Willen – aus der Distanz der Alltagskomik heraus zu entwickeln, ohne die Schwere des Themas zu leugnen. Dass die Geschichte aus der Perspektive eines unpolitischen Kleinbürgers erzählt wird, der erst durch persönliche Nähe zu einem Kind moralisch handelt, verschiebt den Blick vom Widerstand als Ideal hin zum Widerstand als Zufall und Entscheidung im Kleinen. Die Besetzung mit vier zentralen Figuren – Batignole, Simon, dessen Cousins und der Antagonist Pierre-Jean – hält die Konstellation überschaubar und konzentriert das Drama auf enge, häusliche Räume wie Wohnung und Keller.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überwältigend breit bestätigten Bereich. Seit dem Erscheinungsjahr 2002 sind mittlerweile über zwei Jahrzehnte vergangen, was ihn zeitlich in eine Reihe früherer Auseinandersetzungen mit der Besatzungszeit im französischen Kino stellt, ohne dass sich daraus weitere Rückschlüsse ziehen ließen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Gérard Jugnot als Edmond Batignole
- Jules Sitruk als Simon Bernstein
- Michèle Garcia als Marguerite Batignole
- Jean-Paul Rouve als Pierre-Jean Lamour
- Alexia Portal als Micheline Batignole
- Violette Blanckaert als Sarah Cohen
- Daphné Baiwir als Guila Cohen
- Götz Burger als SS Col. Spreich
- Élisabeth Commelin als Irène
- Hubert Saint-Macary als Gendarmerie lieutenant
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Verfügbarkeit
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