Menschen im Hotel (1932)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Edmund Goulding |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1932-09-11 |
| TMDB-Bewertung | 7 (363 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Berlin, Ende der 1920er Jahre. Im Grand Hotel begegnen sich Menschen, die einander zunächst nichts angehen. Ihre Wege kreuzen sich im Verlauf von 24 Stunden immer wieder, verhaken sich, laufen auseinander und treffen erneut zusammen. Aus diesen Begegnungen entsteht ein Geflecht von Schicksalen, das sich erst nach und nach zu einem Bild fügt.
Über allem wacht Dr. Otternschlag, ein Dauergast, der seit einer Kriegsverletzung im Hotel wohnt. Nachdem die meisten Figuren kurz vorgestellt sind, stellt er seine Behauptung in den Raum: Menschen kommen, Menschen gehen, nie passiert etwas. Der Film setzt diesen Satz an seinen Anfang, und alles, was danach geschieht, lässt sich als Widerspruch zu dieser müden Feststellung lesen.
Entstehungsgeschichte
Edmund Goulding führte bei diesem Film aus dem Jahr 1932 Regie. Vor der Kamera stehen Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford und Wallace Beery. Schon die Zusammensetzung dieser Besetzung deutet an, dass hier nicht eine einzelne Hauptfigur im Zentrum steht, sondern mehrere gleichgewichtige Rollen, deren Geschichten nebeneinander herlaufen und sich immer wieder berühren.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm bilden den Rahmen, die eigentliche Besonderheit liegt aber in der Erzählform. Ein einziger Schauplatz, eine eng begrenzte Zeitspanne und eine Vielzahl von Figuren: Diese Anlage zwingt die Geschichte zur Verdichtung. Das Hotel wird zur Bühne, auf der sich Hoffnungen, Zuneigung und Verlust auf engem Raum abwechseln. Lobby und Flure sind Orte des Durchgangs, an denen kaum jemand wirklich zu Hause ist, ausgerechnet der Beobachter Otternschlag ausgenommen.
Seine Rolle als distanzierter Kommentator verleiht dem Geschehen eine zweite Ebene. Sein skeptischer Satz steht wie eine These über dem Film, die jede Wendung ironisch begleitet und zugleich in Frage stellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Durchschnitt von 7,0 von 10 Punkten steht der Film beim Publikum auf solidem Grund, getragen von einigen hundert Stimmen. 94 Jahre nach seinem Erscheinen wird er damit weiterhin gesehen und bewertet. Innerhalb von Drama und Liebesfilm steht er für eine Form, die viele Schicksale an einem Ort bündelt, statt einer einzelnen Figur zu folgen. Gerade diese Bauweise macht ihn auch heute noch interessant für alle, die sich für Ensemblegeschichten auf begrenztem Raum interessieren, in denen ein Haus eine kleine Gesellschaft im Querschnitt zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Greta Garbo als Grusinskaya
- John Barrymore als Baron Felix von Gaigern
- Joan Crawford als Flämmchen
- Wallace Beery als General Director Preysing
- Lionel Barrymore als Otto Kringelein
- Lewis Stone als Doctor Otternschlag
- Jean Hersholt als Senf
- Robert McWade als Meierheim
- Purnell Pratt als Zinnowitz
- Ferdinand Gottschalk als Pimenov
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