Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dani Levy |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Komödie, Drama |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-01-11 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 5,6 (118 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Dezember 1944: Das Dritte Reich steht kurz vor der militärischen Niederlage, die Alliierten rücken vor. Propagandaminister Joseph Goebbels sieht nur eine Lösung, um die Bevölkerung noch einmal zu mobilisieren: Adolf Hitler soll zum Neujahrstag eine mitreißende Rede halten. Doch der Diktator ist in einer tiefen Depression gefangen und will sich nicht mehr zeigen. Also lässt Goebbels den jüdischen Schauspiellehrer Adolf Grünbaum aus dem Konzentrationslager holen, der Hitler einst unterrichtet hat. Er soll den "Führer" binnen fünf Tagen wieder in Rede-Form bringen. Aus dieser erzwungenen Zusammenarbeit zwischen Opfer und Täter entwickelt sich eine Geschichte, die zwischen Schauspielunterricht, Machtverhältnissen und der Frage nach Würde und Erniedrigung pendelt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2007 unter der Regie von Dani Levy. In den Hauptrollen sind Helge Schneider, Ulrich Mühe, Sylvester Groth und Adriana Altaras zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm, Komödie und Drama zeigt, dass hier kein reines Historiendrama entstehen sollte, sondern eine Auseinandersetzung mit dem Thema über Brüche im Ton. Die Konstellation, einen KZ-Häftling zum Lehrer seines Unterdrückers zu machen, stellt die Machtverhältnisse auf den Kopf und zwingt die Handlung, das Verhältnis von Nähe und Abhängigkeit, von Spiel und Ernst immer wieder neu zu verhandeln. Dass die Titelfigur als depressiv und regungsunfähig gezeigt wird, verschiebt den Fokus weg vom Mythos der Führerfigur hin zu einer Demontage, die über komödiantische Mittel läuft, ohne die Rahmenhandlung – Krieg, Verfolgung, KZ – zu verlassen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Publikumswahrnehmung, deutlich unter dem, was für eindeutig positiv aufgenommene Werke üblich wäre. Seit dem Erscheinungsjahr 2007 sind mittlerweile 18 Jahre vergangen, der Abstand zur Gegenwart ist also erheblich. Innerhalb der Filme, die sich komödiantisch mit dem Nationalsozialismus und seinen Figuren auseinandersetzen, markiert der Titel einen Ansatz, der Ernst und Satire eng miteinander verschränkt, statt sie zu trennen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Helge Schneider als Adolf Hitler
- Ulrich Mühe als Prof. Adolf Israel Grünbaum
- Sylvester Groth als Joseph Goebbels
- Adriana Altaras als Elsa Grünbaum
- Stefan Kurt als Albert Speer
- Ulrich Noethen als Heinrich Himmler
- Lambert Hamel als Obergruppenführer Rattenhuber
- Udo Kroschwald als Martin Bormann
- Torsten Michaelis als SS-Mann Moltke
- Victor Schefé als Rottenführer Puffke
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Verfügbarkeit
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