Martin (1978)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | George A. Romero |
|---|---|
| Genre | Horror, Drama |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1978-05-10 |
| Budget | 250.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (325 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Martin ist ein Jugendlicher, der überzeugt ist, ein Vampir zu sein. Sein Cousin Cuda glaubt ihm das, obwohl Martin weder Knoblauch noch Kruzifixe fürchtet und auch bei Tageslicht vor die Tür gehen kann. Für Cuda lastet ein Familienfluch auf dem jungen Mann, und der einzige Ausweg besteht darin, seine Seele zu retten.
Martin hat keine Reißzähne. Er schneidet seinen Opfern mit Rasierklingen die Haut auf, um ihr Blut zu trinken, und legt dabei Wert darauf, dass sie keine Angst oder Panik verspüren. Zugleich ruft er immer wieder bei einer Radiosendung an, um dort das wahre Wesen des Vampirismus zu erklären. Ein bloß verwirrter oder unangepasster Junge ist er dabei nicht.
Entstehungsgeschichte
George A. Romero führte Regie bei diesem Film von 1978. John Amplas spielt die Titelfigur Martin, Lincoln Maazel seinen Cousin Cuda. Christine Forrest und Elyane Nadeau gehören ebenfalls zur Besetzung. Der Titel besteht allein aus dem Namen der Hauptfigur und macht damit deutlich, dass im Mittelpunkt ein einzelner Mensch steht, nicht ein Monster.
Hinter den Kulissen
Horror und Drama gehen in diesem Film eine enge Verbindung ein. Die Genremischung deutet darauf hin, dass es weniger um Schockeffekte geht als um das Innenleben einer Figur, deren Selbstbild und Taten gleichermaßen verstören.
Bemerkenswert ist, wie die Geschichte die vertrauten Regeln des Vampirmythos beiseiteschiebt. Knoblauch, Kreuze und Sonnenlicht verlieren ihre Bedeutung, an die Stelle übernatürlicher Kräfte treten Rasierklingen. Damit bleibt offen, ob Martin tatsächlich ein Vampir ist oder ob er sich nur dafür hält. Der Aberglaube des Cousins und die Anrufe beim Radio verschieben das Thema zusätzlich: Es geht um Zuschreibung, um Wahn und um das, was ein junger Mensch über sich selbst glaubt. Die Gewalt wird dabei nicht verklärt, sondern bleibt ein nüchterner, beklemmender Teil dieses Porträts.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 fällt die Bewertung klar positiv aus, die Grundlage bilden einige hundert Stimmen. 48 Jahre nach dem Erscheinen nimmt der Film im Horrorgenre einen eigenen Platz ein, weil er den Vampir als psychologische Figur begreift. Er richtet sich damit eher an ein Publikum, das im Horror das Unbehagen sucht, als an Liebhaber klassischer Gruselfilme.
Bilder








Besetzung & Stab
- John Amplas als Martin Mathias
- Lincoln Maazel als Tada Cuda
- Christine Forrest als Christina
- Elyane Nadeau als Abbie Santini
- Tom Savini als Arthur
- Francine Middleton als Train Victim
- Roger Caine als Lewis
- Sara Venable als Mrs. Willard
- George A. Romero als Father Howard
- Michael Gornick als Barry - Radio Talk Show Host
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Verfügbarkeit
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