Lulu - Die Geschichte einer Frau (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bigas Luna |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-12-03 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (308 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Lulu ist jung und hat ganz gewöhnliche sexuelle Wünsche. Sie schwärmt für Pablo, einen deutlich älteren Mann, der zum Verführer wird: erst im Auto, dann bei sich zu Hause. Die beiden heiraten, und die Sexualität rückt ins Zentrum ihrer Ehe.
Pablo sucht immer neue Grenzüberschreitungen und bezieht Ely in das Spiel ein, einen Mann, der sich als Frau kleidet. Aus Lulus anfänglicher Verunsicherung wird eine rastlose Suche nach immer extremeren Erfahrungen. Im Einverständnis mit ihrem Mann lässt sie sich auf einer Feier mit verbundenen Augen auf einen Unbekannten ein. Als die Augenbinde fällt, erkennt sie in ihm ihren eigenen Bruder.
Zutiefst erschüttert, aber weiter getrieben von Begierden, die sie sich selbst kaum eingesteht, sucht Lulu flüchtige und brutale Begegnungen, verkehrt in einem Schwulenlokal und begibt sich schließlich in die Rolle des Opfers bei einem sadomasochistischen Treffen. Wohin dieser Weg führt, erzählt der Film bis zu seinem bitteren Ende.
Entstehungsgeschichte
Bigas Luna führte Regie bei diesem Drama aus dem Jahr 1990. Francesca Neri, Óscar Ladoire, María Barranco und Fernando Guillén Cuervo gehören zur Besetzung. Die Freigabe ab 18 Jahren entspricht einem Stoff, der sexuelle Grenzerfahrungen und Gewalt ohne Umschweife verhandelt.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und das ist folgerichtig. Obwohl die Handlung fast ausschließlich um Sexualität kreist, steht nicht der Reiz im Vordergrund, sondern der Weg einer Frau, die sich in einer Spirale aus Abhängigkeit und Selbstaufgabe verliert.
Die Geschichte ist als Abstieg angelegt. Jede Station geht einen Schritt weiter als die vorherige, und die Machtverhältnisse verschieben sich: Anfangs ist Pablo der Verführer, später treibt Lulu selbst die Eskalation voran. Der Altersunterschied zu Beginn und die Rolle des Ehemanns als Mitwisser werfen Fragen nach Einvernehmen und Verantwortung auf, die der Stoff nicht auflöst. Ely nimmt eine besondere Stellung ein, weil er vom Beteiligten zum Menschen wird, der sich um Lulu sorgt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,4 von 10 liegt der Film im soliden Mittelfeld. Die Bewertung beruht auf einigen hundert Stimmen. Für einen derart kompromisslosen Stoff, der kaum auf Gefälligkeit zielt, ist ein Wert knapp über der Mitte ein bemerkenswert ausgewogenes Ergebnis.
Seit dem Erscheinen sind 36 Jahre vergangen. Im Bereich des Dramas gehört das Werk zu jenen Filmen, die Sexualität nicht als Nebenmotiv, sondern als eigentliches Thema behandeln und dabei die zerstörerischen Seiten einer Obsession in den Blick nehmen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Francesca Neri als Lulú
- Óscar Ladoire als Pablo
- María Barranco als Ely
- Fernando Guillén Cuervo als Marcelo
- Rosana Pastor als Chelo
- Javier Bardem als Jimmy
- Juan Graell als Remy
- Rodrigo Valverde als Pablito
- Pilar Bardem als Encarna
- Marta May als madre di Lulù
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Verfügbarkeit
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