Liebe geht seltsame Wege (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ira Sachs |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-08-22 |
| Einspielergebnis | 2.262.223 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,3 (315 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Juni 2011 wird in New York die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert, und für Ben und George erfüllt sich nach 39 gemeinsamen Jahren ein lange gehegter Wunsch: Sie dürfen endlich heiraten. Das Glück hält jedoch nicht lange ungetrübt an. Kurz nach der Hochzeit verliert George fristlos seine Stelle als Musiklehrer an einer katholischen Schule.
Ohne sein Einkommen können sich die beiden ihre Wohnung in Chelsea nicht mehr leisten. George kommt bei einem benachbarten schwulen Paar unter, zwei Polizisten, während Ben bei der Familie seines Neffen in Brooklyn einzieht. Die neue Lage erweist sich als schwieriger als erwartet. Alle bemühen sich um Rücksicht, doch aus dem Provisorium wird allmählich ein Dauerzustand, der an den Nerven sämtlicher Beteiligten zehrt.
Entstehungsgeschichte
Ira Sachs hat das Drama inszeniert, das 2014 erschien. John Lithgow und Alfred Molina bilden das Zentrum der Besetzung, hinzu kommen Marisa Tomei und Darren E. Burrows.
Der Film spielt in einer klar umrissenen Gegenwart: Die rechtliche Neuerung in New York bildet den Ausgangspunkt, und die Handlung folgt unmittelbar auf dieses Ereignis. Zwischen dem Jahr, in dem die Geschichte angesiedelt ist, und dem Erscheinen des Films lagen nur wenige Jahre.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf Genrevermischungen und konzentriert sich ganz auf die Menschen. Die Anlage ist bemerkenswert: Eine Hochzeit, die sonst am Ende einer Liebesgeschichte stünde, steht hier am Anfang und löst eine Kette von Schwierigkeiten aus.
Die Trennung des Paares auf zwei Haushalte erlaubt es, zwei Lebenswelten nebeneinanderzustellen. Die Spannungen entstehen nicht aus großen Konflikten, sondern aus dem engen Zusammenleben, aus Rücksicht, die an Grenzen stößt, und aus dem Gefühl, anderen zur Last zu fallen. Auch das Alter der Hauptfiguren spielt hinein, denn nach 39 gemeinsamen Jahren wiegt die erzwungene Trennung besonders schwer.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsnote liegt bei 6,3 von 10, getragen von einer noch schmalen Basis aus einigen hundert Stimmen. Das ergibt ein freundliches, aber nicht einhelliges Bild.
Zwölf Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein stilles Gegenwartsdrama, das gesellschaftlichen Fortschritt und private Not miteinander verknüpft. Er zeigt, dass ein rechtlicher Sieg die alltäglichen Sorgen nicht aufhebt, und rückt dabei die Frage in den Vordergrund, wie belastbar Familie und Freundschaft sind, wenn Wohnraum und Geld knapp werden.
Bilder








Besetzung & Stab
- John Lithgow als Ben
- Alfred Molina als George
- Marisa Tomei als Kate
- Darren E. Burrows als Elliot
- Charlie Tahan als Joey
- Cheyenne Jackson als Ted
- Manny Perez als Roberto
- Christina Kirk als Mindy
- Tank Burt als Doreen
- Christian Coulson als Ian
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Verfügbarkeit
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