Jigoku - Das Tor zur Hölle (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 中川信夫 |
|---|---|
| Genre | Horror, Drama |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-07-30 |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (113 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Theologiestudent Shirô sitzt neben seinem Kommilitonen Tamura im Auto, als dieser einen betrunkenen Passanten überfährt. Statt anzuhalten, flüchten beide vom Unfallort, doch die Mutter des Opfers hat die Szene beobachtet. Shirôs Gewissen lässt ihm keine Ruhe, und er macht sich mit seiner Freundin Yukiko, der Tochter seines Theologieprofessors, auf den Weg zur Polizei. Dieser Weg endet in einem weiteren Unglück, das Yukiko das Leben kostet. Als würde sich das Unheil selbst fortsetzen, erfährt Shirô zudem, dass seine Mutter schwer erkrankt ist. Er reist aufs Land zu ihr, doch auch die Mutter des ersten Unfallopfers und dessen Witwe befinden sich auf demselben Weg. Das Altenheim, in dem sich die Wege kreuzen, erweist sich als ein Ort, der seinem Namen als Vorhof zur Hölle alle Ehre macht.
Entstehungsgeschichte
"Jigoku - Das Tor zur Hölle" entstand 1960 unter der Regie von Nobuo Nakagawa. In den Hauptrollen sind Shigeru Amachi, Utako Mitsuya, Yôichi Numata und Hiroshi Hayashi zu sehen. Der Film ist als Spielfilm angelegt und bewegt sich zwischen Horror und Drama.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Horror zeigt sich in der Struktur der Handlung selbst: Zunächst wird ein moralisches Versagen im Alltäglichen geschildert, ein Unfall, eine Flucht, ein schlechtes Gewissen. Erst im weiteren Verlauf verschiebt sich der Ton, wenn private Schuld und Krankheit auf einen Ort treffen, der als Schwelle zu etwas Größerem beschrieben wird. Diese Anlage, ein irdisches Fehlverhalten, das sich zu einer Konfrontation mit dem Jenseitigen ausweitet, prägt den gesamten Film und erklärt, warum er sich nicht auf ein reines Katastrophen- oder Schuldnarrativ beschränkt, sondern eine religiös grundierte Dimension aufnimmt, die sich schon in der Figur des Theologiestudenten andeutet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,4 bei einer im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, wobei die vergleichsweise schmale Bewertungsbasis darauf hindeutet, dass er kein breites Publikum erreicht hat, sondern eher ein Nischenwerk innerhalb des Horrorgenres geblieben ist. Seit seiner Entstehung 1960 sind inzwischen 65 Jahre vergangen, ein Zeitabstand, der den Film klar in eine frühe Phase des japanischen Horrorkinos einordnet, in der Genre und Drama noch enger miteinander verwoben wurden als in späteren Jahrzehnten.
Bilder







Besetzung & Stab
- Shigeru Amachi als Shirô Shimizu
- Utako Mitsuya als Yukiko / Sachiko
- Yōichi Numata als Tamura
- Hiroshi Hayashi als Gôzô Shimizu
- Kanjūrō Arashi als Enma
- Jun Ōtomo als Ensai Taniguchi
- Akiko Yamashita als Kinuko
- Kiyoko Tsuji als Kyôichi's Mother
- Fumiko Miyata als Mrs. Yajima
- Akira Nakamura als Professor Yajima
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