Il papà di Giovanna (2008)
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| Regie | Pupi Avati |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-09-12 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (124 Stimmen) |
Worum es geht
Michele Casali unterrichtet an einer Schule im faschistischen Italien – ausgerechnet an jener, die auch seine einzige Tochter Giovanna besucht. Das Mädchen ist scheu und empfindsam, unsicher im Umgang mit sich selbst und ihrer Umgebung. Michele begegnet dieser Zerbrechlichkeit mit einer Fürsorge, die keinen Abstand kennt. Seine Überbehütung wird zur Last, die Giovannas Unsicherheiten nicht lindert, sondern verstärkt. Die Geschichte beschreibt, wie sich diese Dynamik zwischen Vater und Tochter zuspitzt, bis ein Punkt erreicht ist, von dem es kein Zurück mehr gibt. Wie genau sich diese Entwicklung entlädt, bleibt hier unausgesprochen.
Entstehungsgeschichte
„Il papà di Giovanna“ entstand 2008 unter der Regie von Pupi Avati als Spielfilm. In den Hauptrollen sind Silvio Orlando als Michele und Alba Rohrwacher als Giovanna zu sehen, an ihrer Seite stehen Francesca Neri und Ezio Greggio. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Dass die Geschichte im faschistischen Italien spielt, gibt der privaten Vater-Tochter-Beziehung einen Rahmen, in dem Kontrolle, Konformität und Autorität ohnehin gesellschaftlich aufgeladen sind – ein Klima, das die Überwachung im Kleinen wie im Großen spiegelt. Dass Vater und Tochter an derselben Schule verkehren, hebt die Grenze zwischen öffentlicher Rolle und privater Bindung auf und macht Micheles Fürsorge zu etwas, dem Giovanna kaum entkommen kann. Die Reduktion auf ein reines Drama ohne Nebenhandlungen oder Genremischung deutet auf eine Erzählweise, die sich ganz auf die psychologische Enge zwischen den beiden konzentriert, statt auf äußere Ereignisse oder historische Zeitkolorit im großen Maßstab.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld dessen, was Zuschauer einem ernsten Charakterdrama zubilligen – ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil über die Wirkung im großen Publikum ableiten ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, der Film reiht sich damit in eine Reihe italienischer Dramen ein, die familiäre Beziehungen vor historischem Hintergrund untersuchen, ohne dass weitere Vergleichspunkte aus den vorliegenden Angaben hervorgehen.
Bilder

Besetzung & Stab
- Silvio Orlando als Michele Casali
- Francesca Neri als Delia Casali
- Ezio Greggio als Sergio Ghia
- Alba Rohrwacher als Giovanna Casali
- Serena Grandi als Lella Ghia
- Manuela Morabito als Elide Traxler
- Gianfranco Jannuzzo als Preside Apolloni
- Paolo Graziosi als Andrea Taxler
- Valeria Bilello als Marcella Traxler
- Sandro Dori als Belletti
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Verfügbarkeit
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