Il macellaio (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Aurelio Grimaldi |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-01-21 |
| TMDB-Bewertung | 6 (138 Stimmen) |
Worum es geht
Alina führt in Palermo eine erfolgreiche Galerie und lebt an der Seite eines Mannes, der eigentlich alles zu bieten scheint: Daniele ist Orchesterdirigent, gebildet, weltgewandt – aber selten zu Hause. Als sie ihn eines Tages zum Flughafen begleitet, macht sich in ihr eine Leere breit, die sie nicht mehr loslässt. Ausgerechnet ein Metzger, ständig zu Scherzen und erotischen Anspielungen aufgelegt, weckt in ihr eine Anziehung, der sie sich zunehmend schwer entziehen kann. Wie weit sie dieser Anziehung folgt und wohin sie sie führt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
„Il macellaio“ entstand 1998 unter der Regie von Aurelio Grimaldi. Der italienische Spielfilm versammelt Alba Parietti, Miki Manojlović, Lorenzo Majnoni und Giulio Base in den zentralen Rollen. Es handelt sich um ein Drama ohne weitere Genrebeimischung.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangskonstellation legt eine klassische Dreiecksstruktur an: hier der distinguierte, aber abwesende Ehemann, dort die impulsive, körperlich präsente Gegenfigur des Metzgers. Die Berufe sind mit Bedacht gewählt – der Dirigent steht für Kontrolle, Form und Distanz, der Metzger für Direktheit, Körperlichkeit und ein Handwerk, das buchstäblich mit Fleisch zu tun hat. Diese Gegenüberstellung macht aus der Geschichte weniger eine Kriminal- oder Beziehungsintrige im engeren Sinn als eine Studie über weibliches Begehren, das sich gegen gesellschaftliche und häusliche Konventionen richtet. Dass die Erzählung sich auf eine einzige Figur, Alina, konzentriert und ihre Wahrnehmung ins Zentrum stellt, verstärkt den Eindruck eines psychologisch angelegten Kammerspiels vor dem Hintergrund des sizilianischen Alltags.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,0 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenbasis bewegt sich der Film im Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ableiten ließe. Seit der Entstehung 1998 sind mittlerweile mehrere Jahrzehnte vergangen, der Film ist also klar im italienischen Kino der späten neunziger Jahre zu verorten. Innerhalb des Dramengenres steht er für eine Erzählweise, die auf eine einzelne, moralisch ambivalente Versuchungssituation zugespitzt ist, ohne dass Nebenhandlungen oder Genremischungen den Fokus verwässern.
Bilder

Besetzung & Stab
- Alba Parietti als Alina
- Predrag 'Miki' Manojlović als Il macellaio
- Lorenzo Majnoni als Daniele
- Giulio Base als Lorenzo
- Caterina Vertova als Federica
- Rosa Pianeta als La cassiera
- Cinzia Insinga als Psicologa
- Alessandra Costanzo als Signora Costantini
- Arancia Cecilia Grimaldi als Robertina
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