Günesi Gördüm - Ich habe die Sonne gesehen (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mahsun Kırmızıgül |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-03-13 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 12.812.281 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (100 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Familie Altun steht stellvertretend für Millionen kurdische Familien, die ihre Heimat im Südosten der Türkei verlassen mussten, weil sie dort keine Zukunft mehr sahen. Ihr Weg führt sie über Istanbul bis in ferne Länder wie Norwegen. Die Söhne der Familie schlagen dabei völlig gegensätzliche Wege ein: Einer dient in der türkischen Armee, ein anderer schließt sich den kurdischen Kämpfern an. Der jüngste Sohn verliert beide Beine, nachdem er auf eine Landmine getreten ist. Während immer mehr Bewohner der kurdischen Dörfer den Weg in die Flucht antreten und sich den Vertriebenen in den Städten anschließen, trägt ein weiterer Sohn, Kadri, eine zusätzliche Last: Inmitten von Krieg und Aufruhr kann er seine Homosexualität nicht offen leben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2009 unter der Regie von Mahsun Kırmızıgül, der auch selbst eine der Hauptrollen übernahm. An seiner Seite stehen Demet Evgar, Murat Ünalmış und Altan Erkekli. Es handelt sich um ein Drama, das die Geschichte einer Familie über mehrere Schauplätze und Lebenswege hinweg verfolgt.
Hinter den Kulissen
Dass ein einzelnes Regiedebüt oder Werk versucht, das Schicksal von 2,5 Millionen Menschen in einer einzigen Familiengeschichte zu bündeln, zeigt den Anspruch, individuelles Leid und kollektive Erfahrung zusammenzudenken. Die Aufteilung der Söhne auf gegnerische Seiten eines Konflikts sowie die zusätzliche Ebene um Kadris verschwiegene Identität deuten auf eine Erzählstruktur hin, die bewusst mehrere Perspektiven eines Konflikts gegeneinanderstellt, statt eine einzige Opfer- oder Täterrolle zu zeichnen. Das Genre Drama wird hier über familiäre Verzweigung und Ortswechsel entfaltet statt über einen linearen Handlungsstrang.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen lässt sich der Film als mittel bis solide aufgenommen einordnen, ohne dass daraus eine breite Publikumsresonanz abzulesen wäre. Seit dem Erscheinungsjahr 2009 sind mittlerweile 16 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit vor vielen aktuellen Debatten um Migration und Vertreibung stellt, ohne dass sich daran etwas an der erzählten Geschichte ändert. Innerhalb des Dramagenres positioniert er sich als Werk, das familiäre und politische Ebenen miteinander verschränkt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Mahsun Kırmızıgül als Ramo
- Demet Evgar als Havar
- Murat Ünalmış als Mamo
- Altan Erkekli als Davut
- Erol Demiröz als Haydar
- Cemal Toktas als Kadri
- Menderes Samancılar als Cuma
- Emre Kınay als Musto
- Ayta Sözeri als Tuana
- Buğra Gülsoy als Berat
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Verfügbarkeit
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