Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Teona Strugar Mitevska |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-05-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (159 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer kleinen mazedonischen Stadt findet jeden Januar dasselbe Fest statt: Ein Priester wirft ein Kreuz ins Wasser, und eine Gruppe von Männern springt hinterher, um es zu bergen. Wer es findet, dem sollen für den Rest seines Lebens Glück und Wohlstand sicher sein. In diesem Jahr ist es Petrunija, eine junge Frau ohne Arbeit und ohne rechten Platz in ihrer Umgebung, die als Erste zugreift. Damit bricht sie mit einer Regel, die nie ausgesprochen werden musste, weil bislang niemand auf die Idee kam, sie infrage zu stellen. Die Männer der Stadt reagieren mit Empörung, die Gemeinschaft fordert die Rückgabe des Kreuzes. Petrunija aber besteht darauf, es gewonnen zu haben, und weigert sich, nachzugeben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2019 unter der Regie von Teona Strugar Mitevska. In den Hauptrollen sind Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Stefan Vujisić und Simeon „Moni" Damevski zu sehen. Das Drama ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangssituation legt die Anlage der Geschichte offen: Ein archaisches Ritual, das eigentlich Männern vorbehalten ist, wird durch eine einzelne Handlung ins Wanken gebracht. Aus diesem einen Moment entwickelt sich ein Konflikt, der weniger von äußerer Handlung als von Positionen, Blicken und Aushandlungen lebt – typisch für ein Drama, das gesellschaftliche Spannungen an einer Einzelperson verdichtet. Dass die Besetzung überwiegend aus mazedonischen Darstellerinnen und Darstellern besteht, passt zu einem Stoff, der sich an konkrete lokale Bräuche und ihre Regeln anlehnt, ohne dass der Film selbst diese Herkunft thematisiert. Die Konstellation zwischen einer einzelnen Frau und einer Gruppe von Männern, die sich in ihrem Selbstverständnis herausgefordert sieht, bildet den eigentlichen Kern der Erzählung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden, aber nicht auffälligen Mittelfeld für ein Sozialdrama dieser Art. Seit dem Erscheinungsjahr 2019 sind mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich an dieser Einordnung Grundlegendes geändert hätte. Innerhalb des Dramagenres steht der Titel für eine Erzählweise, die auf einen einzigen zugespitzten Konflikt setzt, statt eine verzweigte Handlung zu entfalten, und die ihre Wirkung aus der Beharrlichkeit einer einzelnen Figur gegenüber einer geschlossenen Gemeinschaft bezieht.
Bilder




Besetzung & Stab
- Zorica Nuševa als Petrunija
- Labina Mitevska als Journalist Slavica
- Stefan Vujisikj als Younger Officer Darko
- Simeon 'Moni' Damevski als Chief Inspector Milan
- Suad Begovski als The Priest
- Violeta Šapkovska als Vaska
- Xhevdet Jashari als TV Cameraman Boykan
- Andrijana Kolevska als Blagica
- Petar Mirčevski als Stoyan
- Nikola Kumev als Older Officer Vasko
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Verfügbarkeit
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