Gett: Der Prozess der Viviane Amsalem (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Shlomi Elkabetz |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-06-25 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (154 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Viviane Amsalem will nur eines: geschieden werden. Doch in Israel liegt diese Entscheidung nicht bei ihr, sondern beim jüdisch-orthodoxen Rabbinatsgericht, und nach dessen Gesetzen kann nur der Ehemann den sogenannten Get, den Scheidungsbrief, einreichen. Ihr Mann Eliyahu verweigert die Zustimmung. Also kehrt Viviane immer wieder in denselben kargen Gerichtssaal in Tel Aviv zurück, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Fünf Jahre ziehen sich hin, ohne dass sich am Urteil etwas ändert. Was als Rechtsstreit beginnt, verwandelt sich zunehmend in ein zermürbendes Ringen um Würde und Freiheit, bei dem der eigentliche Prozessgegenstand hinter Formalien und Verzögerungen zu verschwinden droht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2014 unter der Regie von Shlomi Elkabetz. In den Hauptrollen sind Ronit Elkabetz, Simon Abkarian, Sasson Gabai und מנשה נוי zu sehen. Es handelt sich um ein Drama, das seine gesamte Handlung auf den Gerichtssaal konzentriert.
Hinter den Kulissen
Dass sich die gesamte Geschichte auf einen einzigen, immer gleichen Schauplatz beschränkt, ist keine Nebensächlichkeit, sondern das eigentliche Erzählprinzip: Die Wiederholung der Verhandlungstermine über Jahre hinweg macht die Struktur des Systems selbst sichtbar, das die Handelnde ausbremst. Als reines Drama verzichtet der Film auf äußere Ablenkung und lässt Konflikt und Machtgefälle allein über Dialoge, Blicke und die zähe Dramaturgie des Wartens entstehen. Die Beschränkung auf wenige Figuren – die Antragstellerin, ihr Mann, die Richter – verdichtet den Stoff zu einer Kammerstudie über Recht, Religion und Geschlechterverhältnis.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen zeichnet sich ein positives, aber nicht extrem breites Echo ab. Seit dem Erscheinen 2014 sind mittlerweile mehr als zehn Jahre vergangen, ohne dass der Film an inhaltlicher Zuspitzung verloren hätte, da sein Thema – die Verhandlung individueller Freiheit vor einer starren Institution – nicht an eine bestimmte Zeit gebunden ist. Innerhalb des Dramagenres steht er durch seine strenge Formalisierung des Konflikts als Gerichtssaal-Studie mit dokumentarischem Unterton.
Bilder




Besetzung & Stab
- Ronit Elkabetz als Viviane Amsalem
- Simon Abkarian als Elisha
- Sasson Gabai als Simeon Amsalem
- Menashe Noy als Carmel
- Eli Gorenstein als Judge (rabbi)
- Gabi Amrani als Haim
- Dalia Beger als Donna Aboukassis
- Albert Iluz als Emil Amzalg
- Ruby Porat Shoval als Rachel Amzalg
- Evelin Hagoel als Evelin Ben Shoshan
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.