Fünfzig Stufen zur Gerechtigkeit (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Anselmo Duarte |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-04-17 |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (126 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zé ist ein armer Mann, für den sein Esel das wertvollste besitzt ist, was er hat. Als das Tier schwer erkrankt und dem Tod nahe scheint, legt Zé ein Gelübde ab: Sollte der Esel überleben, werde er ein Kreuz tragen, wie Jesus es tat, quer durch das Land bis zur Kirche der Heiligen Barbara in der Landeshauptstadt. Der Esel erholt sich, und Zé macht sich auf den langen, beschwerlichen Weg, um sein Versprechen einzulösen. Am Ziel angekommen, weigert sich der Priester jedoch, das Kreuz anzunehmen, sobald er erfährt, unter welchen Umständen das Gelübde entstanden ist. Was aus Zés Vorhaben wird, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
"Fünfzig Stufen zur Gerechtigkeit" entstand 1962 unter der Regie von Anselmo Duarte. In den Hauptrollen sind Leonardo Villar, Glória Menezes, Dionísio Azevedo und Geraldo del Rey zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Schon aus der Ausgangssituation wird deutlich, dass es hier um den Konflikt zwischen persönlichem Glauben und institutioneller Autorität geht. Ein einfaches Gelübde, geboren aus Dankbarkeit gegenüber einem Tier, gerät in Widerspruch zu den Regeln der Kirche, die den Kontext des Versprechens nicht akzeptieren will. Die Erzählung folgt der klassischen Form eines Leidensweges: eine lange, physisch fordernde Reise, die an ein biblisches Vorbild erinnert, ohne dass der Film dies ausspricht, sondern es allein durch die Handlung nahelegt. Dass ein Priester über die Legitimität eines Gelübdes entscheidet, das aus einfachster Lebenswelt stammt, deutet auf ein Drama hin, das gesellschaftliche Schichten und religiöse Regeln gegeneinander stellt, ohne dass eine Seite von vornherein im Recht ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu den hoch bewerteten Werken seines Genres, wenngleich die Bewertungsbasis vergleichsweise schmal bleibt. Seit der Entstehung 1962 sind mehr als sechs Jahrzehnte vergangen, was den Film klar in eine frühere Epoche des Dramas einordnet. Innerhalb der Bandbreite religiös geprägter Dramen nimmt er durch seine schlichte, aber klar zugespitzte Konfliktlage eine eigenständige Position ein.
Bilder






Besetzung & Stab
- Leonardo Villar als Zé do Burro
- Glória Menezes als Rosa
- Dionísio Azevedo als Padre Olavo
- Geraldo del Rey als Bonitão
- Roberto Ferreira als Dedé
- Othon Bastos als Reporter
- Antônio Pitanga als Mestre Coca
- Gilberto Marques als Galego
- Norma Bengell als Marly
- Jurema Penna als Zealot
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