Flee (2021)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jonas Poher Rasmussen |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Animation |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2021-06-17 |
| Budget | 3.400.000 $ |
| Einspielergebnis | 712.229 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (413 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Amin ist 36, ein anerkannter Akademiker, und steht kurz davor, mit seinem langjährigen Lebensgefährten Casper zusammenzuziehen. Die beiden wollen heiraten. Doch immer wieder schiebt Amin Forschungsaufenthalte im Ausland vor und verschwindet dann einfach von der Bildfläche. Über seine Herkunft hat er nie gesprochen, nicht einmal mit Jonas, seinem Freund aus Jugendtagen, der heute Dokumentarfilme dreht.
Kennengelernt haben sich die beiden mit 16, als Amin aus Afghanistan nach Dänemark kam, in das Dorf, in dem Jonas lebte. 20 Jahre nach dieser ersten Begegnung ist Amin an einem Wendepunkt angelangt. Er spürt, dass er sich seiner Geschichte stellen und sie erzählen muss, um in seinem Leben endlich weiterzukommen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Jonas Poher Rasmussen, der Film stammt aus dem Jahr 2021. Zu den Mitwirkenden zählen Amin Nawabi, Daniel Karimyar, Fardin Mijdzadeh und Milad Eskandari. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der sich der Animation als Ausdrucksmittel bedient.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Dokumentarfilm und Animation ist ungewöhnlich und prägt den Charakter des Werks. Ein Dokumentarfilm verspricht Wirklichkeit, eine Animation schafft Abstand zu ihr. Gerade bei einer Geschichte, die jemand jahrelang verschwiegen hat, kann diese Form beides zugleich leisten: Sie macht Erlebtes sichtbar und bewahrt dennoch einen Schutzraum für den, der erzählt.
Die Themen des Films sind schwer. Flucht, Trauma und Kriegstrauma, Therapie und Erinnerungen bilden seinen Kern, Afghanistan ist der Ort, von dem alles ausgeht.
Bemerkenswert ist, wie eng die Ebenen verschränkt sind. Die Gegenwart mit Casper, die bevorstehende Hochzeit und das Ausweichen vor Nähe hängen erkennbar mit dem zusammen, worüber Amin so lange geschwiegen hat. Der Film erzählt damit nicht nur von einer Flucht, sondern auch davon, was sie im späteren Leben hinterlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 7,7 von 10 Punkten erzielt der Film eine hohe Zustimmung. Die Wertung speist sich aus einigen hundert Stimmen, einer noch überschaubaren, aber aussagekräftigen Basis. Fünf Jahre nach dem Erscheinen fällt der Film innerhalb seines Genres durch die Entscheidung auf, dokumentarisches Erzählen und Animation zusammenzuführen, statt sich für eine der beiden Formen zu entscheiden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Amin Nawabi als Self (voice)
- Daniel Karimyar als Amin (9-11 years old) (voice)
- Fardin Mijdzadeh als Amin (15-18 years old) (voice)
- Milad Eskandari als Saif (8 years old) (voice)
- Belal Faiz als Saif (13-19 years old) (voice)
- Elaha Faiz als Fahima (13-18 years old) (voice)
- Zahra Mehrwarz als Fahima (28 years old) (voice)
- Sadia Faiz als Sabia (16-26 years old) (voice)
- Georg Jagunov als Human Trafficker (voice)
- Rashid Aitouganov als Policeman / Trafficker (voice)
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.