Elser – Er hätte die Welt verändert (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Oliver Hirschbiegel |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-04-09 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 1.328.233 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (316 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Georg Elser ist Schreiner aus Königsbronn, ein einfacher Mann ohne politisches Amt und ohne Rückhalt in einer Organisation. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erkennt er früh, welche Kriegsgefahr von Hitler ausgeht, zu einer Zeit, in der andere mitlaufen oder schweigen. Elser fasst einen Entschluss, den er ganz allein umsetzen will: Er will Hitler töten.
Mit handwerklichem Geschick baut er eine Bombe und versteckt sie im Münchner Bürgerbräukeller. Der Anschlag verfehlt sein Ziel um 13 Minuten. Der Film fragt, wer dieser Mann war, der so früh handelte, und was ihn dazu trieb, sein Leben für diesen Plan aufs Spiel zu setzen. Im Zentrum steht die Vorstellung, wie nah die Geschichte an einem anderen Verlauf vorbeiging.
Entstehungsgeschichte
Oliver Hirschbiegel führte 2015 Regie bei diesem Historiendrama, das international unter dem Titel „13 Minutes“ läuft. Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Johann von Bülow gehören zur Besetzung. Ab 12 Jahren freigegeben, ist der Film auch für ein jüngeres Publikum zugänglich, das sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen möchte.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Historie und Drama bestimmt den Zugriff. Der Film rekonstruiert kein abstraktes Kapitel der Geschichte, sondern nähert sich ihr über einen einzelnen Menschen. Das verschiebt den Blick von den Mächtigen auf einen Handwerker, dessen Entschluss aus eigenem Urteil erwächst. Die Frage nach seinen Beweggründen ist dabei ebenso wichtig wie die Tat selbst.
Der deutsche Titel formuliert eine Möglichkeit, keine Tatsache: Er hätte die Welt verändert. Damit ist die Spannung des Stoffes umrissen. Der Ausgang des Anschlags steht fest, die Dramaturgie kann also nicht auf Überraschung setzen. Sie lebt stattdessen vom Wissen um die knappe Zeitspanne und von der Auseinandersetzung mit einem Mann, der im Alleingang Verantwortung übernahm, während sein Umfeld sich anpasste.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 Punkten im Durchschnitt fällt die Resonanz des Publikums wohlwollend aus. Die Grundlage bilden einige hundert Stimmen, genug für eine erkennbare Tendenz, aber kein breites Meinungsbild. Elf Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beitrag zu einer Figur des Widerstands, die weniger im Vordergrund steht als andere.
Im Feld der Historiendramen über die NS-Zeit wählt der Film die Perspektive des Einzelnen und stellt Zivilcourage in den Mittelpunkt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Christian Friedel als Georg Elser
- Katharina Schüttler als Elsa
- Burghart Klaußner als Nebe
- Johann von Bülow als Heinrich Müller
- Felix Eitner als Eberle
- David Zimmerschied als Josef Schurr
- Rüdiger Klink als Erich
- Oliver Bigalke als SA-Mann
- Cornelia Köndgen als Maria Elser
- Martin Maria Abram als Ludwig Elser
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Verfügbarkeit
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