Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Natalie Portman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-09-03 |
| Budget | 4.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 572.212 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,7 (153 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jerusalem im Jahr 1945, noch unter britischem Mandat: Die jüdische Familie Oz hat Polen verlassen, wo sie einst in gesicherten Verhältnissen lebte, und muss sich in der neuen Umgebung zurechtfinden. Im Zentrum steht der kleine Amos, der sich weder als Gelehrter noch als Schriftsteller sieht, sondern lieber mit den Händen arbeiten würde – ein stiller Gegenentwurf zu seinem Vater, der sich als Schriftsteller eher mühsam behauptet. Es ist die Mutter, Fania, die dem Jungen die Liebe zu Geschichten und zum Erzählen mitgibt, obwohl sie selbst mit dem Verlauf ihres eigenen Lebens hadert. Aus dieser Spannung zwischen Enttäuschung und Erzähllust entwickelt sich das eigentliche Thema des Films.
Entstehungsgeschichte
„Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ entstand 2015 unter der Regie von Natalie Portman, die auch selbst als Fania vor der Kamera stand. An ihrer Seite spielen Makram J. Khoury, Shira Haas und Neta Riskin. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Dass eine Schauspielerin hier zugleich Regie führt und die zentrale weibliche Figur verkörpert, verleiht der Erzählung eine persönliche Nähe zur Mutterfigur, deren innere Zerrissenheit im Mittelpunkt steht. Die Genrezuordnung als reines Drama, ohne komödiantische oder historisch-epische Verbrämung, deutet auf eine introspektive Erzählweise hin, die stärker auf Familienbeziehungen und emotionale Zustände blickt als auf äußere historische Ereignisse. Die Konstellation aus Kind, Mutter und Vater sowie der Kontrast zwischen einem einst wohlhabenden Leben in Polen und der Ankunft im britischen Mandatsgebiet Palästina legt nahe, dass Migration, Verlust und die Suche nach Identität als leise, persönliche Vorgänge erzählt werden, nicht als große historische Tableaus.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich – ein Echo, das eher verhalten als euphorisch ausfällt. Zehn Jahre nach seiner Entstehung ist er innerhalb des dramatischen Genres ein Beispiel für stille, figurenzentrierte Erzählungen über Familie und Herkunft, ohne dass sich aus den vorliegenden Zahlen eine breitere Wirkung ablesen ließe.
Bilder








Besetzung & Stab
- Natalie Portman als Fania Oz
- Makram J. Khoury als Halawani
- Shira Haas als Kira
- Neta Riskin als Haya
- Gilad Kahana als Arieh
- Yonatan Shiray als Teenage Amos
- Moni Moshonov als Old Amos (voice)
- Ohad Knoller als Israel Zarchi
- Makram J. Khoury als Al Hilwani
- Rotem Keinan als Tsvi
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