Dörfer in Flammen (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Srđan Dragojević |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-05-11 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (113 Stimmen) |
Worum es geht
Während des Bosnienkriegs flüchtet eine Gruppe serbischer Soldaten vor einem Angriff und findet Zuflucht in einem alten, verlassenen Tunnel. Doch die Zuflucht wird zur Falle: Eine feindliche Einheit verschanzt sich auf dem Tunneldach und schneidet die Eingeschlossenen von Nahrung und Wasser ab. Die Situation im Tunnel bildet den erzählerischen Rahmen für die Erinnerungen und Albträume des Soldaten Milan, der nach dem Krieg verwundet im Krankenhaus liegt. Rückblenden führen in seine Kindheit und Schulzeit zurück, in der er mit dem muslimischen Halil aufwuchs und später gemeinsam mit ihm eine Autowerkstatt eröffnete – bis beide Wege sich am Tunnel auf grausame Weise wieder kreuzen.
Entstehungsgeschichte
„Dörfer in Flammen“ entstand 1996 unter der Regie von Srđan Dragojević. Der Film verbindet Drama und Kriegsfilm und ist mit Dragan Bjelogrlić, Nikola Kojo, Dragan Maksimović und Zoran Cvijanović besetzt.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion des Films – eine Belagerungssituation im Tunnel, gerahmt von Kindheitserinnerungen im Krankenhausbett – erlaubt es, Krieg und Freundschaft nicht getrennt, sondern ineinander verschränkt zu erzählen. Dass ausgerechnet zwei Freunde aus verschiedenen Volksgruppen im Zentrum stehen, macht aus dem militärischen Konflikt zugleich eine persönliche Tragödie: Die Gegenwart im Tunnel gewinnt ihre Wucht erst durch das Wissen um die gemeinsame Vergangenheit. Die Genrebezeichnung Drama vor Kriegsfilm deutet an, dass es weniger um Kampfhandlungen als um die menschlichen Folgen des Krieges geht, um Erinnerung, Verlust und die Zerstörung von Vertrautem. Die Rückblendenstruktur legt nahe, dass der Film Ursachen und Konsequenzen nebeneinanderstellt, statt sie chronologisch abzuhandeln.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt „Dörfer in Flammen“ zu den höher bewerteten Beiträgen seines Genres, auch wenn die Bewertungsbasis vergleichsweise klein bleibt. Seit der Entstehung des Films sind mittlerweile knapp drei Jahrzehnte vergangen, der zeitliche Abstand zum dargestellten Krieg selbst ist damit noch größer. Innerhalb des Kriegsfilms nimmt der Titel eine Position ein, die den Konflikt nicht aus der Distanz, sondern über eine persönliche, freundschaftliche Beziehung verhandelt – ein Ansatz, der das Genre um eine biografisch grundierte Perspektive erweitert.
Bilder





Besetzung & Stab
- Dragan Bjelogrlić als Milan
- Nikola Kojo als Velja
- Dragan Maksimović als Petar, profesor
- Zoran Cvijanović als Brzi
- Milorad Mandić als Viljuška
- Dragan Petrović 'Pele' als Laza
- Lisa Moncure als Liza
- Nikola Pejaković als Halil
- Velimir Živojinović als Gvozden
- Petar Božović als Sloba
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Verfügbarkeit
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