Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Karim Aïnouz |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-08-30 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (351 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rio de Janeiro, 1950. Die Schwestern Eurídice und Guida sind trotz aller Unterschiede unzertrennlich. Eurídice träumt von einer Laufbahn als Pianistin, während Guida vor allem in die Liebe selbst verliebt ist.
Als Guida mit einem Matrosen durchbrennt, beginnt sie, ihrer Schwester sehnsuchtsvolle Briefe zu schreiben. Doch diese Briefe erreichen Eurídice nie. Die Eltern unterbinden jeden Versuch der beiden, miteinander in Kontakt zu treten, und daran ändert sich auch nichts, als die Schwestern wieder in derselben Stadt leben. So verlaufen zwei Leben nebeneinander, getrennt durch ein Schweigen, das nicht ihr eigenes ist.
Entstehungsgeschichte
Karim Aïnouz verantwortete die Regie dieser Romanverfilmung aus dem Jahr 2019, die international unter dem Titel „Invisible Life“ läuft. Carol Duarte, Julia Stockler, Fernanda Montenegro und Gregório Duvivier bilden die Besetzung. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama konzentriert sich der Film ganz auf die Figuren und ihre Gefühlswelt. Im Zentrum steht das Verhältnis zweier Schwestern, und das Motiv einer verschollenen Verwandten, die für die andere unerreichbar bleibt, prägt die gesamte Anlage.
Die Erzählung lebt von einer schmerzlichen Asymmetrie. Die Briefe, die nie ankommen, sind Ausdruck einer Nähe, die von außen verhindert wird. Damit wird die Familie selbst zur Macht, die über die Lebenswege der beiden Frauen bestimmt. Die historische Kulisse Rio de Janeiros bildet den Rahmen für Fragen nach Selbstbestimmung, Freiheit und den Erwartungen, die an Frauen gerichtet werden. Hinter dieser Kulisse zeichnet sich zugleich der Traum eines Brasiliens ab, das von Gerechtigkeit, Gleichheit und Vielfalt bestimmt ist.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 Punkten erreicht der Film eine hohe Bewertung, getragen von einigen hundert Stimmen. Das ist eine deutliche Zustimmung, auch wenn die Basis nicht sehr breit ist.
Sieben Jahre nach dem Erscheinen lässt sich das Werk als intensives Familiendrama einordnen, das eine persönliche Geschichte über Trennung und Sehnsucht mit einem gesellschaftlichen Blick auf Brasilien verbindet und dabei vor allem auf die Kraft seiner beiden Hauptfiguren setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carol Duarte als Eurídice Gusmão
- Julia Stockler als Guida Gusmão
- Fernanda Montenegro als Older Eurídice Gusmão
- Gregório Duvivier als Antenor
- Bárbara Santos als Filomena
- Flávia Gusmão als Ana
- António Fonseca als Manoel
- Maria Manoella als Zélia
- Cristina Pereira als Cecília
- Nikolas Antunes als Iorgus
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Verfügbarkeit
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