Die Poesie des Unendlichen (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Matt Brown |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-04-08 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 11.472.454 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.627 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Srinivasa Ramanujan ist ein mathematisches Ausnahmetalent aus Indien — ohne akademische Ausbildung und mit Ergebnissen, die er nicht beweisen kann, weil er sie nicht herleitet, sondern sieht.
In Cambridge trifft er auf Godfrey Harold Hardy, der auf Beweisen besteht. Zwischen beiden entsteht aus Missverständnissen eine enge Verbindung. Daneben stehen Ramanujans Krankheit, seine Sehnsucht nach zu Hause und der Erste Weltkrieg.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Robert Kanigels Biografie, die im Englischen denselben Titel trägt wie der Film.
Matthew Brown führte Regie und schrieb das Drehbuch; er war auch als Produzent beteiligt, gemeinsam mit Sofia Sondervan, Edward R. Pressman, Jomon Thomas und Jim Young.
Dev Patel spielt S. Ramanujan, Jeremy Irons den Godfrey Harold Hardy, Toby Jones den John Edensor Littlewood und Jeremy Northam den Bertrand Russell; in weiteren Rollen sind Stephen Fry, Devika Bhise, Kevin McNally und Enzo Cilenti zu sehen.
Die Kamera führte Larry Smith, den Schnitt besorgte JC Bond, die Musik stammt von Coby Brown.
Gedreht wurde 2014 am Trinity College in Cambridge. Als mathematische Berater wirkten Ken Ono und Manjul Bhargava mit. Der Film dauert 109 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben.
Premiere war im September 2015 in Toronto, der Kinostart in den USA und Großbritannien im April 2016, in Deutschland im Mai 2016.
Hinter den Kulissen
Der Kern des Films ist ein methodischer Streit. Ramanujan geht intuitiv vor, Hardy verlangt Beweise — beide haben recht, und keiner kann den anderen von seinem Weg abbringen.
Die Beteiligung zweier Mathematiker als Berater ist bei diesem Stoff mehr als eine Formalie. Ein Film über Mathematik muss zeigen, worum gestritten wird, ohne sein Publikum zu verlieren.
Der Dreh am Trinity College verankert die Geschichte an dem Ort, an dem sie stattfand. Für einen Inder ohne Abschluss war Cambridge zu dieser Zeit eine Institution, in die er nicht gehörte — der Kulturkonflikt liegt in der Architektur.
Der Erste Weltkrieg läuft dabei im Hintergrund mit und verschärft alles: Ramanujans Gesundheit, seine Isolation, die Möglichkeit einer Rückkehr.
Einordnung & Wirkung
Der Mathematiker George E. Andrews lobte die stimmige Darstellung der Figuren und des mathematischen Inhalts.
Dieses Urteil ist bei einem Film über einen Wissenschaftler der aussagekräftigste Befund. Wenn ein Fachmann bestätigt, dass die Sache selbst richtig dargestellt ist, hat der Film die schwierigste Hürde genommen.
Die Besetzung Dev Patels in der Hauptrolle und Jeremy Irons' als Hardy stellt zwei Spielweisen gegeneinander, die dem Gegenstand entsprechen — Ungestüm gegen Zurückhaltung.
Für einen britischen Film über einen indischen Mathematiker des frühen 20. Jahrhunderts ist die internationale Auswertung bemerkenswert breit; zwischen Festivalpremiere und deutschem Start lagen acht Monate.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dev Patel als Srinivasa Ramanujan
- Jeremy Irons als G. H. Hardy
- Toby Jones als Littlewood
- Devika Bhise als Janaki
- Stephen Fry als Sir Francis Spring
- Kevin McNally als Major MacMahon
- Jeremy Northam als Bertrand Russell
- Anthony Calf als Howard
- Pádraic Delaney als Beglan
- Shazad Latif als Chandra Mahalanobis
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Verfügbarkeit
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