Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Bellocchio |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 134 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-05-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 14.100.000 $ |
| Einspielergebnis | 4.123.091 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (390 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bologna, 1858. Im jüdischen Viertel der Stadt dringen Soldaten des Papstes in das Haus der Familie Mortara ein. Auf Befehl des Kardinals sollen sie Edgardo mitnehmen, den sieben Jahre alten Sohn der Familie. Der Grund: Eine Hausangestellte hat ausgesagt, sie habe den Jungen heimlich getauft, als er mit sechs Monaten todkrank zu sein schien.
Nach päpstlichem Recht gibt es gegen diese Entscheidung keinen Einspruch. Edgardo muss katholisch erzogen werden. Seine fassungslosen Eltern setzen alles daran, ihren Sohn zurückzubekommen. Unterstützt von der öffentlichen Meinung und der internationalen jüdischen Gemeinschaft, wächst ihr Kampf bald zu einer politischen Angelegenheit heran.
Doch der Papst weigert sich, das Kind herauszugeben. Während Edgardo im katholischen Glauben aufwächst, neigt sich die weltliche Macht der Kirche ihrem Ende zu, und savoyische Truppen erobern Rom.
Entstehungsgeschichte
Marco Bellocchio hat das Drama 2023 inszeniert. Zu sehen sind Enea Sala, Leonardo Maltese, Paolo Pierobon und Fausto Russo Alesi. Ab 12 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie verbinden sich hier zu einem Stoff, in dem das Schicksal einer einzelnen Familie mit dem Lauf der großen Politik verknüpft ist. Die Handlung spannt einen Bogen von einem Einbruch in ein Privathaus bis zum Ende einer Herrschaftsordnung.
Im Zentrum steht ein Konflikt zwischen elterlicher Bindung und religiöser Macht. Ein Kind wird aufgrund einer einzigen Aussage aus seiner Familie gerissen, und eine Institution beruft sich auf ein Gesetz, das keinen Widerspruch zulässt. Die Erzählung nimmt dabei zwei Ebenen in den Blick: den verzweifelten Kampf der Eltern und das Heranwachsen Edgardos in einer Umgebung, die ihn zu einem anderen Glauben erzieht. Parallel dazu verliert die Kirche ihre weltliche Macht. Persönlicher Verlust und politischer Umbruch laufen so nebeneinanderher.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten erzielt der Film eine gute Durchschnittsbewertung. Grundlage sind einige hundert Stimmen, eine noch überschaubare Basis.
Seit der Veröffentlichung sind drei Jahre vergangen. Innerhalb des historischen Dramas gehört der Film zu den Werken, die an einem einzelnen Schicksal die Mechanismen von Macht und Glauben sichtbar machen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Enea Sala als Edgardo Mortara (child)
- Leonardo Maltese als Edgardo Mortara
- Paolo Pierobon als Pio IX
- Fausto Russo Alesi als Momolo Mortara
- Barbara Ronchi als Marianna Mortara
- Andrea Gherpelli als Angelo Padovani
- Samuele Teneggi als Riccardo Mortara
- Corrado Invernizzi als Giudice Carboni
- Filippo Timi als Giacomo Antonelli
- Fabrizio Gifuni als Pier Gaetano Feletti
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Verfügbarkeit
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