Der Nobelpreisträger (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mariano Cohn |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-09-08 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (290 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein argentinischer Schriftsteller, seit Jahrzehnten in Europa ansässig und mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, hat sein Heimatdorf in der Pampa seit seiner Auswanderung nie wieder betreten. Dabei speist sich sein gesamtes Werk aus den Eindrücken dieses abgelegenen Ortes. Als der Bürgermeister ihn einlädt, sagt er entgegen seiner sonstigen Zurückhaltung zu und wird als Ehrenbürger gefeiert. Es folgen ein Fernsehinterview, eine Jurytätigkeit bei einem lokalen Kunstpreis und weitere gesellschaftliche Auftritte. Zwischen Geschenken wie einem geschnitzten Gürteltier oder einem Fußballtrikot und offener Verachtung als abgehobener Kulturtourist gerät er zunehmend zwischen die Fronten seiner alten Heimat.
Entstehungsgeschichte
Der Film aus dem Jahr 2016 stammt von Regisseur Gastón Duprat und ist als Komödie mit dramatischen Zügen angelegt. In den Hauptrollen sind Oscar Martínez, Dady Brieva, Andrea Frigerio und Belén Chavanne zu sehen. Die Geschichte ist in fünf Kapitel gegliedert, was der Rückkehr des Protagonisten eine episodische, fast erzählerische Struktur verleiht.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einem Stoff, der zwischen Ehrerbietung und Peinlichkeit, Heimatgefühl und Entfremdung pendelt. Dass der Nobelpreisträger sein gesamtes literarisches Material aus einem Ort bezieht, den er selbst gemieden hat, legt einen Widerspruch offen, der die gesamte Handlung trägt: die Distanz zwischen dem, was ein Ort für ein Werk bedeutet, und dem, was er für den Menschen dahinter noch ist. Die episodische Kapitelstruktur erlaubt es, verschiedene gesellschaftliche Situationen – Ehrung, Interview, Jurytätigkeit – nacheinander vorzuführen, ohne sie zu einer einzigen Konfliktlinie zu verengen. So entsteht ein Bild eines Dorfes, das seinen berühmten Sohn ebenso feiert wie misstrauisch beäugt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber nicht übermäßig großes Publikumsecho ab. Seit der Veröffentlichung sind mittlerweile neun Jahre vergangen, ohne dass der Film an Eigenheit verloren hätte: Innerhalb der Tragikomödie über Heimkehr und Fremdheit besetzt er mit seiner Ironie gegenüber dem Kulturbetrieb eine eigenständige Position.
Bilder








Besetzung & Stab
- Oscar Martínez als Daniel Mantovani
- Dady Brieva als Antonio
- Andrea Frigerio als Irene
- Belén Chavanne als Julia
- Nora Navas als Nuria
- Manuel Vicente als Intendente
- Iván Steinhardt als Romero's Henchman #2
- Marcelo D'Andrea als Florencio Romero
- Gustavo Garzón als Gerardo Palacios
- Julián Larquier Tellarini als Conserje (as Julian Larquier)
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Verfügbarkeit
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