Der Mann im weißen Anzug (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alexander Mackendrick |
|---|---|
| Genre | Komödie, Science Fiction |
| Laufzeit | 81 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-08-07 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (214 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sidney Stratton verdient sein Geld als Arbeiter in einer Schneiderei, verbringt seine Zeit aber lieber mit einem eigenen Forschungsprojekt: einer synthetischen Faser, die weder schmutzig wird noch reißt. Als sein Vorgesetzter dahinterkommt, fliegt Stratton auf – ausgerechnet in dem Moment, in dem seine Erfindung fertig ist. Er versucht, den Stoff einer Konkurrenzfirma zu verkaufen, stößt dabei aber auf Ablehnung. Aus Sicht der Textilindustrie ist ein unverwüstliches Gewebe eine Katastrophe, da es den Absatz für immer einbrechen ließe. Selbst seine ehemaligen Kollegen wenden sich gegen ihn, weil sie um ihre Arbeitsplätze fürchten. Stratton steht damit plötzlich sowohl den Fabrikbesitzern als auch der Belegschaft gegenüber – eine Erfindung, die eigentlich allen nützen sollte, wird zur Bedrohung für beide Seiten.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1951 unter der Regie von Alexander Mackendrick. In den Hauptrollen sind Alec Guinness, Joan Greenwood, Cecil Parker und Michael Gough zu sehen. Es handelt sich um eine britische Produktion mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Science-Fiction ist hier kein Widerspruch, sondern die Pointe selbst: Eine technisch fantastische Erfindung trifft auf sehr reale wirtschaftliche Interessen, und aus diesem Zusammenprall entsteht der Humor. Die Geschichte ist als Konflikt zwischen Einzelnem und System angelegt – ein Erfinder gegen Kapital und Arbeiterschaft gleichermaßen, was der Handlung eine satirische Schärfe verleiht, die über reine Situationskomik hinausgeht. Dass sowohl Fabrikleitung als auch Fabrikarbeiter gegen Stratton stehen, deutet auf eine Erzählung, die weniger an Held und Gegenspieler interessiert ist als an der Frage, wie Fortschritt bestehende Strukturen bedroht, unabhängig davon, wer davon profitieren würde.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein grundsätzlich positives, aber nicht überschwängliches Bild ab. Seit der Entstehung des Films sind mittlerweile 74 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die frühe Phase britischer Nachkriegskomödien einordnet. Innerhalb der Schnittmenge aus Komödie und Science-Fiction bleibt er ein eher seltenes Beispiel dafür, wie technische Fiktion für gesellschaftliche Kritik genutzt werden kann, ohne auf große Effekte angewiesen zu sein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alec Guinness als Sidney Stratton
- Joan Greenwood als Daphne Birnley
- Cecil Parker als Alan Birnley
- Michael Gough als Michael Corland
- Ernest Thesiger als Sir John Kierlaw
- Vida Hope als Bertha
- Howard Marion-Crawford als Cranford
- Miles Malleson als The Tailor
- Henry Mollison als Hoskins
- Patric Doonan als Frank
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Verfügbarkeit
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