Der Geist des Bienenstocks (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Víctor Erice |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-10-08 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (409 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Spanien im Jahr 1940, kurz nach dem Ende des Bürgerkriegs. In einem abgelegenen Dorf auf der kastilischen Hochebene macht ein Wanderkino Station und zeigt „Frankenstein“. Die Kinder sind vom Monster gebannt, allen voran die achtjährige Ana, die unzählige Fragen zu dieser furchteinflößenden Gestalt hat. Ihre ältere Schwester Isabel erklärt ihr zwar, das Ganze sei nur ein Kinotrick, behauptet aber im selben Atemzug, dem Geist Frankensteins in der Nähe des Dorfes begegnet zu sein.
Die beiden Mädchen teilen ihre Einsamkeit in einem großen, dunklen Haus. Die Eltern sind selten da, jeweils gefangen in Ritualen, die den Kindern unverständlich bleiben. Der Vater, der kaum Schlaf findet, verbringt seine Tage mit dem Studium der Bienen und richtet das Familienhaus ein, als wäre es selbst ein Bienenstock. Die Mutter hat sich in eine fruchtlose Nostalgie zurückgezogen und schreibt Briefe an einen angeblichen Geliebten, der unsichtbar bleibt und schweigt. Um dieser erstarrten Welt zu entkommen, erfinden sich Ana und Isabel eine eigene, parallele Wirklichkeit.
Entstehungsgeschichte
Víctor Erice führte Regie bei diesem Film aus dem Jahr 1973. Vor der Kamera stehen Ana Torrent, Fernando Fernán Gómez, Teresa Gimpera und Isabel Tellería.
Hinter den Kulissen
Drama und Fantasy verbinden sich hier auf leise Weise. Das Fantastische tritt nicht als Spektakel auf, sondern als Vorstellungskraft eines Kindes, das eine Filmfigur mit der eigenen Umgebung verknüpft. Das Drama spielt sich in einer Familie ab, deren Mitglieder nebeneinanderher leben.
Der Spanische Bürgerkrieg bildet den Hintergrund, obwohl er zur Zeit der Handlung schon vorüber ist. Seine Nachwirkungen zeigen sich eher in der Stimmung als in Ereignissen, in Rückzug, Schweigen und Stillstand. Der Bienenstock wird zum zentralen Bild, das vom Zeitvertreib des Vaters bis zur Einrichtung des Hauses reicht und sich als Sinnbild eines Zusammenlebens lesen lässt, das geordnet wirkt, aber wenig Nähe kennt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,7 von 10 erreicht der Film eine deutlich positive Durchschnittswertung. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, einer soliden, wenn auch nicht breiten Grundlage.
Seit dem Erscheinen sind 53 Jahre vergangen. Der Film gehört zu jenen Werken, die Kindheit nicht als Idylle zeigen, sondern als Zeit der Verunsicherung, und er verbindet diesen Blick mit den Jahren unmittelbar nach dem Krieg.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ana Torrent als Ana
- Fernando Fernán Gómez als Fernando
- Teresa Gimpera als Teresa
- Isabel Tellería als Isabel
- Laly Soldevila als Doña Lucía
- Miguel Picazo als Médico
- José Villasante als Frankenstein
- Juan Margallo als Fugitivo
- Estanis González als Guardia civil
- Ketty de la Cámara als Milagros, la criada
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Verfügbarkeit
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