Den Menschen so fern (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Oelhoffen |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-01-14 |
| Budget | 7.700.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (197 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Kurz vor Ausbruch des Algerienkriegs lebt ein Lehrer zurückgezogen in einer abgelegenen Schule im Atlasgebirge. Als die Kolonialbehörden ihn zwingen, einen Gefangenen zu einem französischen Gericht zu bringen, beginnt eine beschwerliche Reise durch die Berge. Auf dem Weg begegnen die beiden Männer rachsüchtigen Angehörigen, französischen Soldaten und algerischen Aufständischen. Die gemeinsame Gefahr verändert das Verhältnis zwischen dem Lehrer und seinem Schützling: Aus Zwang und Distanz entsteht etwas, das einer Verbindung nahekommt, während beide auf ihre eigene Weise um ihre Freiheit kämpfen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2015 unter der Regie von David Oelhoffen. In den Hauptrollen sind Viggo Mortensen und Reda Kateb zu sehen, an ihrer Seite stehen Djemel Barek und Vincent Martin.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriegsfilm rückt weniger das Schlachtgeschehen als die Situation zweier Männer in den Vordergrund, die durch äußere Umstände zusammengezwungen werden. Die Anlage der Geschichte als Weg durch ein unwirtliches Gebirge macht die Reise selbst zum eigentlichen Erzählraum: Jede Begegnung unterwegs – Familienangehörige, Militär, Rebellen – stellt die beiden Reisenden vor neue Entscheidungen und schärft die Frage, auf welcher Seite sie eigentlich stehen. Dass sich zwischen einem Vertreter der Kolonialordnung und einem Gefangenen ein Verständnis entwickeln kann, ohne dass die politischen Fronten dabei verschwinden, gibt dem Stoff seine Spannung: Nähe entsteht hier nicht trotz, sondern wegen der Ausweglosigkeit der Lage.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld dessen, was historische Kriegsdramen mit persönlichem Fokus erreichen. Zehn Jahre nach seiner Entstehung ist er ein Beispiel dafür, wie sich der Algerienkrieg auch über das Schicksal einzelner Figuren statt über große Schlachten erzählen lässt. Innerhalb des Genres setzt er damit auf Reduktion und Charakterstudie statt auf Wucht, was ihn von actionbetonteren Kriegsfilmen unterscheidet.
Bilder







Besetzung & Stab
- Viggo Mortensen als Daru
- Reda Kateb als Mohamed, prisoner
- Djemel Barek als Slimane
- Vincent Martin als Balducci
- Nicolas Giraud als Lieutenant Le Tallec
- Jean-Jérôme Esposito als Francis
- Yann Goven als René
- Antoine Régent als Claude
- Sonia Amori als Prostitute
- Antoine Laurent als French soldier
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Verfügbarkeit
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