Deadpool (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tim Miller |
|---|---|
| Genre | Action, Abenteuer, Komödie |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-02-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 58.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 782.837.347 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (33.309 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wade Wilson ist Söldner in New York, zynisch, ohne größere Ambitionen, und zum ersten Mal in seinem Leben ernsthaft verliebt — bis er die Diagnose Krebs im Endstadium bekommt. Ein zwielichtiges Programm verspricht Heilung und liefert stattdessen Folter: Die Behandlung aktiviert eine latente Mutation, macht ihn praktisch unsterblich und zerstört seine Haut vollständig.
Was folgt, ist ein Rachefeldzug gegen den Mann, der ihm das angetan hat, erzählt von einer Hauptfigur, die permanent mit dem Publikum spricht, den eigenen Film kommentiert, die Produktionsbedingungen erwähnt und keine Sekunde so tut, als ginge es um mehr als das. Der Kern darunter ist konventioneller, als der Ton vermuten lässt: Wade traut sich nicht zu Vanessa zurück, weil er glaubt, so nicht mehr in ihr Leben zu passen.
Entstehungsgeschichte
Ryan Reynolds hatte die Figur bereits 2009 in "X-Men Origins: Wolverine" gespielt — dort mit zugenähtem Mund, was ausgerechnet die definierende Eigenschaft der Vorlage strich und bei Fans für anhaltenden Ärger sorgte. Reynolds verfolgte danach über Jahre eine eigenständige Verfilmung, die 20th Century Fox nicht finanzieren wollte: Eine Comicverfilmung mit hoher Altersfreigabe galt als nicht marktfähig.
Der Wendepunkt kam von außen. Tim Miller hatte 2012 ein kurzes Testmaterial produziert, das im Studio liegen blieb; als es 2014 im Netz auftauchte, war die Reaktion so eindeutig, dass Fox den Film freigab — allerdings mit deutlich gekürztem Budget von rund 58 Millionen Dollar. Die Altersfreigabe blieb dafür unangetastet.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Vancouver, unter erheblichem Kostendruck. Tim Miller gab hier sein Regiedebüt; er kam vom Effektstudio Blur, was der Produktion bei den digitalen Sequenzen half. Colossus entstand vollständig am Rechner, weil eine praktische Umsetzung nicht bezahlbar war — die Figur ist eine der wenigen im Film, bei denen das Budget sichtbar an Grenzen stieß.
Reynolds arbeitete als Produzent und am Drehbuchfeinschliff mit, viele Dialogzeilen entstanden am Set. Die Vermarktung war Teil des Konzepts: Zum Valentinstag warben Plakate und Trailer den Film gezielt als romantische Komödie an, samt entsprechend gestalteter Motive — ein Witz, der zugleich als Marketingstrategie funktionierte.
Einordnung & Wirkung
Mit über 780 Millionen Dollar Einspielergebnis war "Deadpool" der bis dahin erfolgreichste Film mit R-Rating überhaupt, bei einem Bruchteil der üblichen Blockbusterkosten. Er wurde bei den Golden Globes als Komödie für den besten Film und den besten Hauptdarsteller nominiert — für eine Comicverfilmung eine Seltenheit.
Die Folgen waren unmittelbar: Fox produzierte "Logan" (2017) mit hoher Altersfreigabe und einem völlig anderen, düsteren Ton, und Warner setzte diese Linie mit "Joker" (2019) fort. Beide Filme werden regelmäßig auf den kommerziellen Beweis zurückgeführt, den "Deadpool" erbracht hatte — dass das Genre nicht zwingend familientauglich sein muss, um sich zu rechnen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ryan Reynolds als Wade / Deadpool
- Morena Baccarin als Vanessa
- Ed Skrein als Ajax
- T.J. Miller als Weasel
- Gina Carano als Angel Dust
- Leslie Uggams als Blind Al
- Brianna Hildebrand als Negasonic Teenage Warhead
- Stefan Kapičić als Colossus (voice)
- Karan Soni als Dopinder
- Randal Reeder als Buck
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Verfügbarkeit
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