Das Schwein von Gaza (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sylvain Estibal |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-09-21 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7 (116 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Sturm über Gaza spült an Land, was ein Fischer namens Jafaar am wenigsten gebrauchen kann: kein Fisch landet in seinem Netz, sondern ein Schwein. Für gläubige Muslime ebenso wie für Juden gilt das Tier als unrein, und Jafaar weiß nicht, wohin damit. Sein Versuch, es loszuwerden, führt ihn zu einem UN-Mitarbeiter und schließlich in eine jüdische Siedlung, wo eine Frau namens Yelena Schweine hält – nicht zum Verzehr, sondern aus Sicherheitsgründen. Mit einem verbotenen Tier im Schlepptau durch ein Gebiet zu kommen, das von palästinensischen Nachbarn, israelischen Soldaten und islamischen Fundamentalisten gleichermaßen beobachtet wird, entwickelt sich für Jafaar zu einer Kette unglücklicher Verwicklungen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von Sylvain Estibal inszeniert. In den Hauptrollen sind Sasson Gabai, Ulrich Tukur, Baya Belal und Gassan Abbas zu sehen. Freigegeben ist die Komödie ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Dass sich der Film als Komödie ausweist, ist angesichts des Stoffs bemerkenswert: Ein Tier, das gleich zwei Religionen als unrein gilt, wird zum Auslöser einer Odyssee durch ein Gebiet, das von politischer und religiöser Spannung geprägt ist. Die Besetzung mit Sasson Gabai in der Rolle des palästinensischen Fischers und Ulrich Tukur als Gegenpart deutet auf eine bewusst gegenübergestellte Konstellation der Perspektiven hin. Dass Yelena die Schweine nicht aus wirtschaftlichem, sondern aus sicherheitsbezogenem Interesse hält, setzt einen weiteren ironischen Akzent innerhalb der Geschichte. Die Anlage der Handlung als Verwicklungskomödie erlaubt es, ein politisch aufgeladenes Umfeld über die Situation eines einzelnen, eher hilflosen Mannes zu erzählen, statt über große Erklärungen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragend breit rezipierten Bereich. Seit seinem Erscheinen sind inzwischen mehr als ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an der Materie – dem Nahostkonflikt als Kulisse für eine Komödie – etwas an Aktualität eingebüßt hätte. Innerhalb des Genres nimmt der Film eine Sonderstellung ein, weil er ein ernstes politisches Umfeld über ein absurdes, komödiantisches Element zugänglich macht, statt es direkt zu thematisieren.
Bilder



Besetzung & Stab
- Sasson Gabai als Jafaar
- Ulrich Tukur als UN official
- Baya Belal als Fatima
- Gassan Abbas als Slim
- Myriam Tekaïa als Yelena
- Khalifa Natour als Hussein
- Lotfi Abdelli als Young policeman
- Zohar Wexler als Colony Soldier
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Verfügbarkeit
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