Das Mädchen aus der Streichholzfabrik (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Aki Kaurismäki |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 66 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-01-12 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 83.038 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (310 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine junge Frau arbeitet in einer Streichholzfabrik. Ihr Alltag besteht aus monotoner Arbeit, und auch nach Feierabend findet sie keine Ruhe: Zu Hause versorgt sie ihre Mutter und deren Freund. Anerkennung erfährt sie dafür nicht.
Von ihrem sozialen Umfeld wird sie immer wieder gedemütigt, ob in der Familie oder anderswo. Lange erträgt sie diese Behandlung still und scheinbar ohne Widerstand. Doch die Kränkungen summieren sich, und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem sie nicht länger stillhält. Was daraus folgt, soll an dieser Stelle nicht vorweggenommen werden.
Entstehungsgeschichte
Das Drama stammt aus dem Jahr 1990 und wurde von Aki Kaurismäki inszeniert. Kati Outinen spielt die junge Frau aus der Fabrik. Neben ihr gehören Elina Salo, Esko Nikkari und Vesa Vierikko zur Besetzung. Der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, obwohl er von einer Frau erzählt, die an ihrer Umgebung zu zerbrechen droht.
Hinter den Kulissen
Das Vorstadtdrama setzt auf eine lakonische Erzählweise und ruhige Bilder. Diese Zurückhaltung prägt den Charakter des Films: Statt Gefühle auszuspielen, beobachtet er eine Figur, deren Innenleben sich eher in Gesten und Schweigen zeigt als in Worten. Die Konzentration auf eine einzelne Frau und ihr unmittelbares Umfeld schafft eine dichte, fast kammerspielartige Anlage. Gerade die Nüchternheit der Darstellung lässt die Demütigungen umso schwerer wiegen, weil sie ohne Kommentar geschehen. Das Arbeitermilieu zwischen Fabrikhalle und häuslicher Pflege bildet den Rahmen, in dem Einsamkeit und Ausweglosigkeit greifbar werden. Der Umschwung am Ende des Leidensweges gewinnt dadurch eine besondere Schärfe.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 Punkten erreicht der Film eine sehr gute Bewertung. Die Zahl der Stimmen liegt im unteren dreistelligen Bereich, das Urteil stammt also von einem überschaubaren, aber offenbar überzeugten Publikum. 36 Jahre sind seit der Entstehung vergangen. Im Feld des Sozialdramas zählt der Titel zu den Werken, die mit äußerster Reduktion arbeiten und gerade dadurch Wirkung entfalten.
Bilder






Besetzung & Stab
- Kati Outinen als Iris Rukka
- Elina Salo als Mother
- Esko Nikkari als Stepfather
- Vesa Vierikko als Aarne
- Reijo Taipale als Singer
- Silu Seppälä als Brother
- Outi Mäenpää als Co-Worker
- Marja Packalén als Doctor
- Richard Reitinger als Man in Bar
- Helka Viljanen als Clerk
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Verfügbarkeit
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