Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Florian Gallenberger |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-02-12 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 14.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.621.046 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (2.024 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Inmitten des chilenischen Militärputsches des Jahres 1973 werden Lena und ihr Freund Daniel von der Geheimpolizei Augusto Pinochets festgenommen. Lena wird nach kurzer Zeit wieder laufen gelassen, Daniel dagegen in die abgeschottete Colonia Dignidad im Süden des Landes gebracht. Die vom zwielichtigen Prediger Paul Schäfer geführte Siedlung erweckt nach außen den Anschein einer makellosen, wohltätigen Zwecken dienenden Gemeinde. Tatsächlich arbeiten die Verantwortlichen mit dem Diktator zusammen: Sie verhören die Eingesperrten unter Anwendung grausamer Foltermethoden und töten sie schließlich. Niemand hat den Ort jemals lebend verlassen. Voller Verzweiflung schließt Lena sich der Gruppierung an, um Daniel zu finden und gemeinsam mit ihm zu fliehen.
Entstehungsgeschichte
Florian Gallenberger führte bei dem 2016 erschienenen Film Regie. Emma Watson, Daniel Brühl, Michael Nyqvist und Richenda Carey gehören zur Besetzung. Der Zugang ist auf Zuschauer ab 16 Jahren beschränkt.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie, und der Stoff verlangt beides. Der historische Teil betrifft einen realen Ort und reale Verbrechen an realen Menschen, was jede Zuspitzung heikel macht. Das Drama entsteht aus einer Entscheidung, die kaum eine ist: Eine Frau begibt sich freiwillig dorthin, wo alle anderen festgehalten werden. Daraus ergibt sich die eigentliche Erzählform, denn wer sich einer geschlossenen Gemeinschaft anschließt, muss deren Regeln nach außen hin erfüllen, während er innerlich das Gegenteil verfolgt. Diese doppelte Rolle trägt die Spannung, ohne dass die Gewalt ausgestellt werden müsste. Die Freigabe ab 16 Jahren markiert, dass die Verhältnisse benannt und nicht umschrieben werden.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung steht bei 7,3 von 10 und beruht auf mehreren tausend abgegebenen Stimmen. Der Wert liegt spürbar über der Mitte, die Basis ist überschaubar — zusammen deutet das auf ein Publikum hin, das den Film wegen seines Themas gesucht hat. 10 Jahre nach dem Erscheinen bleibt er ein Beispiel dafür, wie ein dokumentarisch belegter Hintergrund in eine Fluchterzählung überführt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Emma Watson als Lena
- Daniel Brühl als Daniel
- Michael Nyqvist als Paul Schäfer
- Richenda Carey als Gisela
- Vicky Krieps als Ursel
- Jeanne Werner als Doro
- Julian Ovenden als Roman
- August Zirner als German Ambassador
- Martin Wuttke als Niels Biedermann
- César Bordón als Manuel Contreras
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Verfügbarkeit
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