Coco - Lebendiger als das Leben! (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lee Unkrich |
|---|---|
| Genre | Familie, Animation, Musik, Abenteuer |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-10-27 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 175.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 814.641.172 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (21.414 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Miguels Familie ist Musik seit Generationen verboten. Sein Ururgroßvater verließ Frau und Kind, um Musiker zu werden, und kehrte nie zurück; seither stellt die Familie Schuhe her und duldet keinen Ton. Miguel spielt heimlich Gitarre und will am Tag der Toten bei einem Wettbewerb antreten.
Beim Versuch, sich ein Instrument zu beschaffen, gerät er ins Reich der Toten — eine Welt, in der Verstorbene weiterleben, solange sich jemand unter den Lebenden an sie erinnert. Wer vergessen wird, verschwindet endgültig. Miguel sucht dort seinen berühmten Vorfahren, um dessen Segen zu erhalten, und findet stattdessen heraus, dass die Familiengeschichte anders verlaufen ist als erzählt.
Entstehungsgeschichte
Lee Unkrich entwickelte den Film über rund sechs Jahre. Pixar unternahm mehrere Recherchereisen nach Mexiko, besuchte Friedhöfe während des Día de Muertos, Werkstätten und Familien — die Ausstattung des Films geht in weiten Teilen auf Fotografien dieser Reisen zurück.
Vorausgegangen war ein Fehltritt: Disney hatte 2013 versucht, den Begriff "Día de los Muertos" als Marke schützen zu lassen, und nach breitem öffentlichem Protest zurückgezogen. Der Kritiker und Zeichner Lalo Alcaraz, der die Aktion damals scharf angegriffen hatte, wurde anschließend als Berater für den Film verpflichtet. Pixar besetzte zudem die Sprechrollen durchgehend mit Darstellerinnen und Darstellern lateinamerikanischer Herkunft.
Hinter den Kulissen
Die technisch aufwendigste Aufgabe war die Stadt der Toten: ein vertikal gestapelter Bau aus Millionen einzelner Lichtquellen. Pixar musste dafür die eigene Beleuchtungssoftware erweitern, weil die Zahl der Lichter jede bisherige Produktion des Studios um ein Vielfaches überstieg.
Die Skelettfiguren stellten ein eigenes Problem dar: Ohne Haut und Muskulatur fehlen die üblichen Mittel, Mimik zu erzeugen. Das Team entwickelte ein System, in dem sich die Knochen gegeneinander verschieben und lösen können, ohne dass die Figuren dabei bedrohlich wirken. Michael Giacchino komponierte den Score, das zentrale Lied "Erinnere mich" stammt von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez.
Einordnung & Wirkung
"Coco" gewann zwei Oscars, als bester Animationsfilm und für den besten Song, und spielte weltweit über 800 Millionen Dollar ein. In Mexiko wurde er zum erfolgreichsten Film aller Zeiten.
Er gilt als Referenzfall dafür, wie ein amerikanisches Studio eine fremde Kultur darstellen kann, ohne sie zu vereinfachen — gerade weil die Produktion aus einem öffentlichen Fehler heraus begann und die Kritik anschließend einbezog. Inhaltlich setzt er die Linie von "Oben" und "Alles steht Kopf" fort: ein Familienfilm, dessen Kern Tod, Vergessen und Demenz sind, ohne dass eines davon beschönigt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anthony Gonzalez als Miguel Rivera (voice)
- Gael García Bernal als Héctor (voice)
- Benjamin Bratt als Ernesto de la Cruz (voice)
- Alanna Ubach als Mamá Imelda (voice)
- Renée Victor als Abuelita (voice)
- Jaime Camil als Papá (voice)
- Alfonso Arau als Papá Julio (voice)
- Herbert Siguenza als Tío Oscar / Tío Felipe (voice)
- Gabriel Iglesias als Clerk (voice)
- Lombardo Boyar als Plaza Mariachi / Gustavo (voice)
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Verfügbarkeit
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