Chocolat – Verbotene Sehnsucht (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claire Denis |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-05-18 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (122 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine junge Französin reist nach Westafrika, an den Ort ihrer Kindheit in Kamerun zurück. Die Reise wird zum Anlass, sich an das Leben in einem kolonialen Außenposten zu erinnern, vor allem an Protée, den Hausdiener der Familie – ein Mann von großem Anstand und Intelligenz. Zwischen ihm und der Familie, in der sie aufwuchs, entsteht ein Geflecht aus Anziehung, Nähe und Distanz, das sich innerhalb einer Gesellschaft entfaltet, die von Vorurteilen geprägt ist. Wie sich diese Erinnerungen zueinander verhalten und was aus ihnen wird, bleibt der eigenen Betrachtung der Rückkehrenden überlassen.
Entstehungsgeschichte
„Chocolat – Verbotene Sehnsucht“ entstand 1988 unter der Regie von Claire Denis. Der Film ist im Kern ein Drama und versammelt in den Hauptrollen Isaach de Bankolé, Giulia Boschi, François Cluzet und Jean-Claude Adelin.
Hinter den Kulissen
Schon die Anlage der Geschichte – eine Rückschau aus der Gegenwart auf eine koloniale Kindheit – macht deutlich, dass es hier weniger um äußere Handlung als um Erinnerung, Beobachtung und die Zwischentöne menschlicher Beziehungen geht. Die Konzentration auf ein reines Drama ohne begleitende Genrezusätze unterstreicht diesen introspektiven Zugriff: Der Film sucht seine Spannung nicht in äußeren Konflikten, sondern in der stillen, oft unausgesprochenen Anziehung zwischen den Figuren und in dem gesellschaftlichen Rahmen, der diese Anziehung von vornherein begrenzt. Die Besetzung mit Isaach de Bankolé in der Rolle des Protée neben François Cluzet und Giulia Boschi deutet auf ein Kammerspielhaftes hin, das sich in einem klar umrissenen sozialen Gefüge abspielt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber keineswegs überragenden Bereich – ein Ergebnis, das zu einem leisen, auf Beobachtung setzenden Drama passt, das kaum auf große Publikumswirkung angelegt ist. Seit dem Erscheinungsjahr 1988 sind inzwischen deutlich mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühes Werk seiner Regisseurin und als Beispiel für ein koloniales Kammerdrama jener Zeit erscheinen lässt, dessen Zahlen sich seither kaum verändert haben.
Bilder








Besetzung & Stab
- Isaach de Bankolé als Protée
- Giulia Boschi als Aimée Dalens
- François Cluzet als Marc Dalens
- Jean-Claude Adelin als Luc
- Laurent Arnal als Machinard
- Jean Bédiébé als Prosper
- Jean-Quentin Châtelain als Courbassol
- Emmanuelle Chaulet als Mireille Machinard
- Kenneth Cranham als Jonathan Boothby
- Jacques Denis als Joseph Delpich
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Verfügbarkeit
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